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AOK-Studie: Was Ärzte raten, bleibt vielen oft ein Rätsel

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AOK-Studie  

Was Ärzte raten, bleibt vielen oft ein Rätsel

15.07.2014, 12:14 Uhr | dpa-AFX

AOK-Studie: Was Ärzte raten, bleibt vielen oft ein Rätsel. Eine aktuelle Umfrage der AOK-Studie zeigt, dass ein Viertel der Versicherten nicht umsetzen kann, was der Doktor sagt.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine aktuelle Umfrage der AOK-Studie zeigt, dass ein Viertel der Versicherten nicht umsetzen kann, was der Doktor sagt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Um die Gesundheitskompetenz der Deutschen ist es schlecht bestellt. Laut einer Umfrage der Krankenkasse AOK, an der 2010 gesetzlich Versicherte teilnahmen, weisen 60 Prozent eine "problematische" oder "unzureichende" Gesundheitskompetenz auf. Jeder Vierte kann nicht umsetzen, was ihm der Arzt rät. "Selbst Akademiker haben Probleme, gesundheitsrelevante Informationen zu verstehen", erklärt der Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, gegenüber der "Rheinischen Post".

"Wir müssen feststellen, dass das Bild vom souveränen Patienten Kratzer bekommen hat", sagt Graalmann. Er nennt die Ergebnisse überraschend und fordert, gesundheitliche Bildung auch im Schulunterricht stärker zu verankern.

Große Defizite in vielen Bereichen

Laut der Umfrage verfügen nur 14,5 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten über ein unzureichendes Gesundheitswissen und 45 Prozent über ein problematisches. 33,5 Prozent dagegen sind ausreichend informiert und 7 Prozent verfügen über ausgezeichnete Fähigkeiten.

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Weitere Ergebnisse der Umfrage sind: Mehr als ein Viertel (26,3 Prozent) der Versicherten findet es schwierig, Informationen über Krankheitssymptome zu finden. Fast ein Drittel hat Probleme, Medieninformationen zu verstehen. 37 Prozent der Befragten können nur schwer beurteilen, ob eine Zweitmeinung einzuholen ist oder nicht.

Tipp: Verständliche Informationen zu Gesundheitsthemen rund um Prävention, Diagnose und Therapien finden Sie im Gesundheitsportal von t-online.de.

Hilflosigkeit bei psychischen Problemen

Besonders groß sind die Defizite, was Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten bei psychischen Problemen wie Stress und Depressionen angeht. Hier finden es 39,8 Prozent der Befragten sehr schwer, gesundheitsrelevante Informationen zu bekommen.

Infos dürfen nicht am Patienten vorbeigehen

"Gut verständliche und verlässliche Informationen sind für viele Menschen das A und O, um die richtigen Entscheidungen für ihre Gesundheit zu fällen. Dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, Unterstützungsangebote zu finden, ist ein Alarmsignal", sagt Graalmann in einer Pressemeldung der AOK. Die Informationen sollten verständlich sein und bei den Menschen ankommen.

Unwissen verursacht Schäden

Ein Mangel an Wissen über Gesundheit kann zu gesundheitlichen und finanziellen Schäden führen, wie andere internationale Studien zeigen. Weniger kompetente Menschen verhalten sich risikoreicher, nehmen Angebote zur Prävention und Früherkennung zu wenig in Anspruch, sie verhalten sich weniger oft therapietreu und gefährden den Heilungserfolg, haben ein höheres frühzeitiges Sterberisiko und verursachen höhere Behandlungskosten. Nach Schätzungen der AOK belaufen sich die höheren Ausgaben für das Gesundheitssystem allein für Deutschland auf bis zu 15 Milliarden Euro.

 

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