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Penis: Ein Experte verrät, wie groß wirklich groß ist

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"OMG-Syndrom"  

Ein Experte verrät, wie groß wirklich zu groß ist

30.07.2014, 14:51 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Penis: Ein Experte verrät, wie groß wirklich groß ist. Ein großer Penis kann das Beziehungsleben beeinträchtigen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein großer Penis kann das Beziehungsleben beeinträchtigen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das "Opulente-Männliche-Genitalien-Syndrom", kurz OMG genannt, sorgt seit kurzem für Aufmerksamkeit. Ausführlich beschrieben wird es in dem Buch "Leben mit einem großen Penis" vom Wirtschaftspsychologen Dr. Richard Jacob und Pater Owen Thomas (Riva-Verlag, 9,99 Euro). Betroffene mit diesem genetischen Defekt hätten es schwer, ihr bestes Stück in der Unterhose zu verstauen, heißt es darin. Und noch weitere brisante Details werden verraten. Zeit also, einen Urologen zu fragen, was an der Geschichte dran ist.

Ziemlich bald fragt man sich als Leser des Buches, ob die Autoren wirklich ernst meinen, was sie schreiben: Die Rede ist von Penissen mit einer Größe von weit über 20 Zentimetern und einem Durchmesser von zehn Zentimetern, die den Autoren zufolge gar nicht so selten sein sollen.

In dem Buch werden schwere Verletzungen erläutert, welche die Sexualpartner bei einem großen Penis angeblich erleiden. Zum Beispiel soll die Gebärmutter der Frau großen Schaden nehmen können. Sie erklären auch, wie man einen so großen Penis angeblich richtig pflegt. So empfehlen Jacob und Thomas etwa Wasserstoffperoxid zur Pflege auf einen wunden Penis zu geben.

Wie groß ist noch normal?

"Bitte glauben Sie nicht, was da steht", betont Dr. Wolfgang Bühmann, Urologe und Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU). "Hier reiht sich ein vermeintlicher Ratgeber in die Reihe der Märchen ein", so seine Meinung. "93,8 Prozent aller Männer auf der Welt haben eine Penisgröße im Bereich von 7,5 bis 19 Zentimetern", erklärt der Urologe. "Einer von 10.000 Männern erreicht eine Penislänge von 20 bis 22 Zentimetern. Was länger ist, wie die riesigen Penisse, die man in manchen Pornos sieht, ist meist nicht echt." Auch der Begriff Opulentes-Männliches-Genitalien-Syndrom hätten sich die Autoren ausgedacht, sagt Bühmann. Das sei in der Medizin nicht bekannt.

Schmerzen kommen meist nicht durch die Penislänge

Auch in Bezug auf die genannten Schmerzen und Verletzungen, wie beispielsweise Löcher in der Gebärmutter oder starke Blutungen, schüttelt der Experte den Kopf. "Meist ist an Schmerzen beim Geschlechtsverkehr nicht die Länge des Penis schuld, sondern die mechanische Reibung", erklärt er. "Nämlich dann, wenn die Vagina der Frau nicht ausreichend feucht ist. Die Vagina selbst hat eine Länge von 13,5 bis 14 Zentimetern. Ist der Penis größer und sollte er wirklich Schmerzen verursachen, müsste es eigentlich selbstverständlich sein, dass der Mann nicht ganz so tief eindringt."

Beim Sex löst ein großer Penis keine Blutungen aus

Auch Verletzungen und Blutungen aufgrund der Länge des Organs kämen bei einem normalen Geschlechtsakt nicht vor, beruhigt Bühmann. Die Gebärmutter sei ein elastischer Muskel und sehr dehnbar, ebenso wie der Scheideneingang. Sonst könne eine Frau kein Kind gebären. "Kommt es wirklich mal zu leichten Blutungen, liegt es meist an der zu starken Reibung. Diese Art der Verletzung kann auch ein kleiner Penis verursachen." Stärkere Blutungen gingen meist vom Mann aus, beispielsweise bei einer Penisfraktur oder wenn das Vorhautbändchen reiße, so seine Erklärung.

Bei Entzündungen immer zum Arzt

Verwundert ist Bühmann ebenfalls über den Tipp des angeblichen Ratgebers, einen wunden Penis mit Wasserstoffperoxid zu behandeln. "Das ist keine gute Idee", sagt er. "Die Substanz wirkt ätzend und darf nur in schwacher Konzentration bei bestimmten Hauterkrankungen Anwendung finden." Wie die Autoren auf diesen absurden Tipp kommen, ist ihm ein Rätsel.

"Ist der Penis wund, cremt man ihn am besten mit einer Wund- und Heilsalbe ein und gönnt ihm etwas Ruhe", so seine klare Empfehlung. Heile die Wunde nicht oder entzünde sich der Penis sogar, sei der Besuch beim Arzt sowieso unumgänglich, sagt Bühmann. Sonst könne es zu ernsthaften Infektionen kommen.

"Nehmen Sie den Inhalt des Buches bitte nicht als bare Münze", rät Bühmann den Lesern desselbigen. Das Werk sollte man allenfalls als das sehen, was es sein könnte: Unterhaltung, aber kein medizinischer Ratgeber.

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