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Parkinson: Hoffnung auf Heilung durch bulgarischen Joghurt

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Parkinson  

Bulgaren-Joghurt macht Hoffnung auf Heilung

01.08.2014, 19:20 Uhr | t-online.de

Parkinson: Hoffnung auf Heilung durch bulgarischen Joghurt. Spezieller Joghurt könnte das Parkinson-Risiko senken.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Spezieller Joghurt könnte das Parkinson-Risiko senken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei Parkinson sterben Zellen im Gehirn ab. Die Krankheit kann bislang nur mit Medikamenten oder einem Hirnschrittmacher aufgehalten werden, ein Heilmittel gibt es nicht. Das könnte sich bald ändern.

Zwei Forscher vom Max-Planck-Institut in Dresden haben nun Stoffe entdeckt, die den Abbau von Nervenzellen aufhalten und Schädigungen sogar reparieren können. Das Besondere: Sie wurden in einem Joghurt gefunden. Die Therapie könnte also sogar einfach und günstig sein.

Parkinson kann entstehen, wenn das Gen DJ-1 geschädigt ist. Wie die Professoren Teymuras Kurzchalia und Anthony Hyman herausfanden, produziert DJ-1 normalerweise unter anderem D-Laktat, welches Nervenzellen trotzdem am Leben erhält. Liegt ein gendefekt vor, fehlt unserem Körper der wichtige Energielieferant- Hirnzellen sterben ab, das "große Zittern" beginnt.

D-Laktat und Glykolat kommen in natürlichem Joghurt und unreifen Früchten vor. Möglicherweise könnten in Zukunft Produkte wie mit D-Laktat angereicherter Joghurt vor einem Ausbruch von Parkinson schützen. "Wie genau die beiden Stoffe den heilenden und vorbeugenden Effekt erzielen, das verstehen wir bisher nicht, aber der nächste Schritt wird sein, die molekularen Mechanismen genau zu erforschen“, so Hyman und Kurzchalia.

Bulgarischer Joghurt besonders reich an Milchsäure

Und sie haben noch weitere Pläne: Kurzchalia kann sich zum Beispiel vorstellen, einen Joghurt auf den Markt zu bringen, der mit D-Laktat angereichert ist und als Parkinson-Prophylaxe dienen kann: "Das schmeckt sogar richtig gut!“ Auf jeden Fall haben sich die beiden Forscher ihre Entdeckung patentieren lassen. Als besonders gut geeignet erachtet Kurzchalia einen Joghurt aus Bulgarien. "Das besondere am bulgarischen Joghurt ist, dass er nicht gepresst wird und besonders viele Bakterien zugesetzt bekommt. Das macht ihn zwar nicht sauer, sondern reich an D-Laktat", sagte der Wissenschaftler gegenüber "Bild".

"Bislang handelt es sich um eine Grundlagenforschungserkenntnis und das heißt erst mal noch nicht, dass die Einnahme auch positive Effekte auf den Menschen hat", so Florian Frisch vom Max-Planck-Insitut für molekulare Zellbiologie und Genetik gegenüber t-online.de. Diese müsse in klinischen Studien von Universitäten weiter erforscht werden. Hierzu gibt es bislang keine konkreten Pläne.

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