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Gefährliche Sandmücke erstmals in Deutschland gesichtet

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Leishmaniose-Gefahr  

Gefährliche Sandmücke in Deutschland gesichtet

05.08.2014, 13:45 Uhr | dpa, t-online.de

Gefährliche Sandmücke erstmals in Deutschland gesichtet. Sandfliegen können durch ihre Stiche die gefährliche Infektionskrankheit Leishmaniose übertragen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sandfliegen können durch ihre Stiche die gefährliche Infektionskrankheit Leishmaniose übertragen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bislang waren Sandmücken nur im Mittelmeerraum, in den Tropen und Subtropen anzutreffen. Jetzt sichteten Wissenschaftler erstmals auch in Deutschland ein Exemplar dieser Insektenart, die potientieller Überträger der gefährlichen Parasiten-Krankheit Leishmaniose ist.

"Wir haben nun erstmals eine Sandmücken-Art innerhalb Hessens entdeckt", erklärt Sven Klimpel vom Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F). Noch nie sei diese Art so weit nördlich gefunden worden.

Beim Mücken-Monitoring entdeckt

"Es handelt sich um die Sandmücken-Art Phlebotomus mascittii", sagt Klimpel. Das Tier wurde demnach bei einem bundesweiten Mückenmonitoring nahe Gießen rund 500 Meter entfernt von bewohnten Häusern gefunden. Es sei zwar noch nicht eindeutig bewiesen, dass die Art Infektionskrankheiten übertrage, "aber die Vermutung liegt nahe, dass sie es kann".

Überträger der Infektionskrankheit Leishmaniose

Die beigefarbenen Sandmücken sind nur wenige Millimeter groß und lieben es eigentlich warm. Ihre Hauptverbreitungsgebiete sind südliche Länder und die Tropen - dort übertragen die winzigen Mücken nicht selten die Infektionskrankheit Leishmaniose.

Wegen der Ausbreitung der Sandmücken nach Norden über Transportmittel und importierte Hunde gibt es inzwischen auch in Deutschland Fälle bei Tieren und vereinzelt auch bei Menschen. Die Erkrankung wird von Einzellern - sogenannten Leishmanien - verursacht und kann über den Speichel blutsaugender Insekten übertragen werden.

Die Erreger verbreiten sich um Körper von Mensch und Tier aus, können Hautgeschwüre verursachen, den Nasen- Rachenbereich befallen oder schwere Leber-, Milz- oder Knochenmarksschäden verursachen, die ohne Therapie tödlich enden können.

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Experte: Noch kein Grund zur Panik

Die Ausbreitung von Krankheitserregern und gefährlichen Viren ist aber auch davon abhängig, ob sie sich in den vorhandenen Sandmücken und den vorherrschenden klimatischen, biologischen und hygienischen Bedingungen innerhalb Deutschlands etablieren können.

"Hierzulande besteht bisher kein Grund zur Panik", sagt Klimpel und ergänzt: "Es ist aber zu vermuten, dass sich in Zukunft sowohl die Sandmücken als auch die von ihnen transportierten Krankheitserreger durch die Klimaerwärmung weiter nordwärts ausbreiten und sich in den nächsten Dekaden in Europa und Deutschland wohl fühlen werden."

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