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Zucker: Bei Übergewichtigen wirkt Zucker wie Gift

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Gefährliche Naschsucht  

Experte: Bei Dicken wirkt Zucker wie Gift

17.09.2014, 18:26 Uhr | ag

Zucker: Bei Übergewichtigen wirkt Zucker wie Gift. Süßigkeiten sind grundsätzlich ungesund. Für Übergewichtige jedoch sind sie besonders schädlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Süßigkeiten sind grundsätzlich ungesund. Für Übergewichtige jedoch sind sie besonders schädlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Überflüssige Pfunde, zu wenig Bewegung: Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie sehr ihr Lebensstil ihr Diabetes-Risiko erhöht. Besonders gefährlich wird es, wenn Übergewichtige viel Zucker konsumieren. Dadurch nämlich wird ihre Insulinproduktion zusätzlich angekurbelt.

Wenn sich dicke Menschen zuckerreich ernähren, steigt die Gefahr, dass sie Diabetes bekommen, erheblich. Allein durch ihr Übergewicht produzieren sie 20 Mal mehr Insulin als Normalgewichtige. Bei starkem Zuckerkonsum wird sogar noch mehr Insulin benötigt. Damit jedoch ist die Bauchspeicheldrüse überfordert und es der Stoffwechsel wird stark belastet.

Zuckerkonsum führt zur Insulinresistenz

Dabei besteht die Gefahr, dass es zu einer so genannten Insulinresistenz kommt, die typisch für Diabetes Typ 2 und seine Vorstadien ist. Dabei sprechen die Körperzellen nicht mehr auf das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin an. "Für Übergewichtige wirkt Zucker dann wie Gift", sagt sagt der Ernährungsmediziner Professor Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke.

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Im Interesse der eigenen Gesundheit sei daher ein Verzicht auf Kuchen, Süßigkeiten und zuckrige Softdrinks ratsam. Zudem besteht die Gefahr, dass bei dauerhaft hohen Zuckerwerten auch die Blutgefäße und Nerven geschädigt werden.

Bei diesen Bauchumfangwerten wird es kritisch

Auch die Verteilung des Körperfettes spielt eine wichtige Rolle. Besonders gefährlich sei das Bauchfett, so Pfeiffer. Daher seien Menschen, die Fett an Bauch und Taille angesammelt haben und zudem einen hohen Leberfettanteil besitzen, besonders anfällig für die Zuckerkrankheit. Sind bestimmte Maße des Bauchumfangs überschritten, besteht nach Angaben der Deutschen Diabetesstiftung ein dreimal so hohes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Bei Frauen liegt der kritische Wert bei 88 Zentimetern, bei Männern bei 102 Zentimetern.

Übergewicht als Hauptursache für Diabetes

Doch die Bevölkerung wird immer dicker. Die Daten der Deutschen Diabetes Hilfe zeigen das drastische Ausmaß: Zwei Drittel der Männer (67 Prozent) und mehr als die Hälfte der Frauen (53 Prozent) haben ein zu hohes Körpergewicht und knapp ein Viertel (24 Prozent) ist schwer übergewichtig. Neben Übergewicht begünstigen auch eine ungesunde Ernährung, Rauchen und Stress die Krankheit. Zudem wächst das Risiko, an Diabetes zu erkranken, mit jedem Lebensjahr. Aber auch genetische Faktoren spielen eine Rolle.

Diabetes-Warnzeichen ernst nehmen

Typ-2-Diabetes, der sogenannte Altersdiabetes, entwickelt sich schleichend. Wer die Anzeichen kennt, kann frühzeitig handeln und so schwere Folgeschäden verhindern. Warnzeichen sind unter anderem Kribbeln, Brennen und Taubheit in den Füßen. Aber auch großer Durst und häufiger Harndrang können auf die Krankheit hinweisen. Trockene und juckende Hautstellen, die nur schwer heilen, sind weitere Symptome. Zudem kommt es häufig zu Infektionen im Magen-Darm-Bereich, Zahnfleischentzündungen, Harnweginfekten oder Grippe, da das Immunsystem bei Diabetikern geschwächt ist. Viele Betroffene leiden unter Müdigkeit und Schwäche und verlieren deutlich an Gewicht.

Durch Diabetes können sich zudem gefährliche Folgekrankheiten entwickeln. Drei Viertel aller Diabetiker sterben an akuten Gefäßverschlüssen, meist an Herzinfarkt, aber auch an Schlaganfall. Das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen, ist für Betroffene zwei- bis viermal höher als bei Nicht-Diabetikern. Zudem gibt es jedes Jahr 40.000 Amputationen, und 2.000 Menschen erblinden jedes Jahr durch die Zuckerkrankheit.

Unheilbar, aber nicht unvermeidbar

Auch wenn Diabetes nicht geheilt werden kann, ist die Krankheit dennoch kein unabwendbares Schicksal. Neben ausgewogener, ballaststoffreicher Ernährung beugen zudem regelmäßiger Sport, ausreichender Schlaf und Normalgewicht der Entwicklung von Typ-2-Diabetes vor. Auch der Verzicht aufs Rauchen und ein geringer Alkoholkonsum gelten als wichtige Faktoren zur Vorbeugung, mit denen das Erkrankungsrisiko Studien zufolge um bis zu 80 Prozent gesenkt werden kann.

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