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Parasiten: Frau hatte Blutegel einen Monat lang in der Nase

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Exotisches Souvenir  

Frau hatte Blutegel einen Monat lang in der Nase

15.10.2014, 09:30 Uhr | Julia Merlot, Spiegel Online

Parasiten: Frau hatte Blutegel einen Monat lang in der Nase. Gruseliges Reisesouvenir: Eine Touristin lebte einen Monat mit einem Blutegel in der Nase. (Quelle: imago/blickwinkel)

Gruseliges Reisesouvenir: Eine Touristin lebte einen Monat mit einem Blutegel in der Nase. (Quelle: imago/blickwinkel)

Ein Blutegel lebte einen Monat lang in der Nase einer Rucksack-Touristin. Erst als sich der Parasit plötzlich aus dem Riechorgan schlängelte, verriet er sich. Jetzt hat das exotische Souvenir sogar einen Namen.

Was war nur los mit Daniela Liverani? Schon während ihrer Reise durch Südostasien hatte sie ständig Nasenbluten. Zunächst vermutete sie als Ursache einen Motorradunfall, den sie kurz zuvor gehabt hatte. Doch als sie zurück im heimischen Edinburgh unter der Dusche stand, offenbarte sich ihr die wahre Ursache der Beschwerden: Ein gut 7,5 Zentimeter langer Blutegel kroch aus ihrer Nase.

Ausschnäuzen funktionierte nicht

Das Tier hatte dort etwa vier Wochen verbracht. Selbst als der Egel aus ihrer Nase kroch, dachte die 24-Jährige zunächst noch, es handele sich um einen Blutklumpen. "Ich hatte ihn vorher oft gesehen, aber immer wieder hochgezogen. Dann habe ich versucht, ihn auszuschnäuzen, bekam ihn aber nicht zu fassen", berichtet Liverani auf der Seite des "Daily Record".

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Als die Frau schließlich am 9. Oktober unter der Dusche stand, sei der Egel ihr aus der Nase gekrochen bis zur Unterlippe. Erst dann habe sie sich das seltsame Ding in ihrem Gesicht im Spiegel angeschaut. "Erst da wurde mir klar, dass es ein Tier war."

Mit der Pinzette herausgezogen

Ihre nächste Reise führte die Britin umgehend in die Notaufnahme. Auch dort staunten die Ärzte nicht schlecht und hatten einige Mühe, den Blutsauger zu entfernen. "Die Schwester und eine Freundin, die mitgekommen war, hielten mich am Bett fest", berichtete Liverani. "Jedes Mal, wenn die Ärztin den Egel zu fassen bekam, konnte ich ein Ziehen in der Nase spüren."

Nach etwa einer halben Stunde habe die Ärztin den Egel mit einer Pinzette aus ihrer Nase gezogen, der Schmerz habe nachgelassen.

So dick wie der Daumen

"Das Tier war so lang wie mein Zeigefinger, aber dick wie der Daumen", so Liverani. Auch die schnellen Bewegungen des Tiers außerhalb ihrer Nase beeindruckten sie. Sie habe keine Idee, wie der Egel in ihre Nase gekommen sein könnte. Doch offenbar sei er dort mit der Zeit durch die Ernährung mit ihrem Blut immer fetter geworden. "Daniela könnte den Egel beim Baden in Vietnam aufgenommen haben. Oder er könnte beim Trinken in den Körper gelangt sein", sagte Mark Siddal vom American Museum of Natural History in New York dem "Daily Record".

Ein Egel namens "Curly"

Auch einen Namen hat das Tier schon bekommen: "Mr. Curly". Der Egel hatte es sich in dem Nasenloch gemütlich gemacht und lag dort wie ein Ball zusammengerollt. "Ich habe die Ärztin gefragt, was passiert wäre, wenn ich nicht in ein Krankenhaus gegangen wäre", so Liverani. "Sie sagte, dass sich der Wurm dann wahrscheinlich bis in mein Gehirn vorgearbeitet hätte."

Forscher Siddal geht allerdings davon aus, dass der Egel in dem einen Monat, den er in der Nase gelebt hat, kaum an Größe zugelegt hat: "Diese Egel wachsen nicht besonders schnell." Dennoch sei es interessant, "dass Menschen es offenbar nicht merken, wenn die Tiere in ihrer Nase krabbeln."

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