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Jahrelange Schichtarbeit beeinträchtigt das Denkvermögen

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Studie  

Jahrelange Schichtarbeit schlägt aufs Gehirn

04.11.2014, 11:42 Uhr | t-online.de, AFP

Jahrelange Schichtarbeit beeinträchtigt das Denkvermögen. Schichtarbeit über viele Jahre hinweg ist nicht nur nervenaufreibend, sondern schädigt auch die Gesundheit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schichtarbeit über viele Jahre hinweg ist nicht nur nervenaufreibend, sondern schädigt auch die Gesundheit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Durch Schichtarbeit kann der Bio-Rhythmus erheblich gestört werden. Doch nicht nur das: Auch das Denkvermögen und die Gedächtnisleistung leiden unter der unregelmäßigen Tätigkeit. Das ergab eine amerikanische Studie, die im Fachmagazin "Occupational and Environmental Medicine" veröffentlicht wurde. Demnach nehmen bei Menschen, die mehr als zehn Jahre unregelmäßigen Arbeitszeiten ausgesetzt waren, die kognitiven Fähigkeiten deutlich schneller ab als bei anderen Berufstätigen.

Die Versuchsgruppe umfasste 3000 Berufstätige aus Südfrankreich, die in verschiedenen Branchen arbeiteten. Die Probanden absolvierten in den Jahren 1996, 2001 und 2006 mehrere Tests, bei denen ihr Lang- und Kurzzeitgedächtnis, ihre Reaktionsfähigkeit und ihre allgemeinen kognitiven Fähigkeiten gemessen wurden. Die Studienteilnehmer waren zu Beginn der Untersuchungen zwischen 32 und 62 Jahre alt, etwa die Hälfte von ihnen arbeitete im Schichtsystem.

Zehn Jahre Schicht lassen zusätzlich sechs Jahre altern

Betroffen seien insbesondere Menschen, die länger als zehn Jahre Schichtarbeit leisteten, erklärt Studienleiter Jean-Claude Marquié vom Forschungsinstitut CNRS in Toulouse. Diese Belastung entspreche einem Alterungsprozess von zusätzlich sechseinhalb Jahren. Sich nach dem Ausscheiden aus dem Schichtdienst davon zu erholen, dauere mindestens fünf Jahre. Allerdings müssten die Ergebnisse noch in anderen Studien bestätigt werden.

UMFRAGE

Arbeiten Sie Schicht?

Studienleiter Marquié schlug eine besondere medizinische Betreuung für Schichtarbeiter sowie arbeitnehmerfreundlichere Dienstpläne vor. Dabei könne es schon helfen, anstatt um 4 Uhr morgens zwei Stunden später zu beginnen.

Nachtarbeit kann das Herz schädigen und Krebs begünstigen

Aus früheren Untersuchungen ist bereits bekannt, dass unregelmäßige Arbeitszeiten und Nachtarbeit zu Geschwüren, Herzkrankheiten und bestimmten Krebsarten führen können. Über die Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten war bislang wenig bekannt.

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