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Bei zuckenden Beinen zum Arzt gehen

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Bei zuckenden Beinen zum Arzt gehen

14.01.2015, 09:07 Uhr

. Restless-Legs-Syndrom: Es macht das Einschlafen oft unmöglich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Restless-Legs-Syndrom: Es macht das Einschlafen oft unmöglich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es zieht, kribbelt oder spannt in den Beinen: Wer diese Beschwerden vor dem Einschlafen spürt, sollte die Symptome von einem Arzt abklären lassen. Es könnte sich um das Restless-Legs-Syndrom (RLS) handeln, eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Wir erklären, wie sich das RLS bemerkbar macht und was Sie dagegen tun können.

Beschwerden zwingen zum Aufstehen

Allen Betroffenen gemeinsam ist eine gelegentliche bis permanente Unruhe, meist in den Beinen, seltener in Füßen und Armen. Aber auch ziehende Schmerzen in den Gliedmaßen gehören zu den Symptomen. Die Beschwerden treten vor allem fünf bis 30 Minuten nach dem Zubettgehen auf, machen das Einschlafen fast unmöglich und zwingen Betroffene meist zum Aufstehen, erläutert Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte in Krefeld. Bis zu eine Stunde könne es dauern, bis die Symptome wieder weg sind. Die meisten Betroffenen leiden außerdem beim Schlafen an Muskelzuckungen. Diese verursachen kurze Weckreaktionen, wodurch die Patienten nur oberflächlich und unruhig schlafen. Am nächsten Tag sind Betroffene oft müde und weniger belastbar, da die Symptome ihnen nachts die benötigte Entspannung rauben.

Ein Neurologe kann andere Erkrankungen ausschließen

Da diese Empfindungen oft mit Nervosität, innerer Anspannung und Verunsicherung einhergehen, führten Patienten ihre Beschwerden anfangs auf psychische Anspannung zurück. Weitere Symptome sind Antriebslosigkeit, Vergesslichkeit oder Konzentrationsstörungen, die den Symptomen einer Depression ähneln. Deshalb kommt es laut Beil leicht zu einer falschen Diagnose. So bliebe die eigentliche Erkrankung oft lange unbehandelt, sagt Beil und rät, beizeiten einen Neurologen aufzusuchen. Dieser schließt zunächst andere Erkrankungen wie Venenleiden aus und klärt ab, ob eine Nierenschwäche, Eisenmangel oder bestimmte Medikamente die Symptome verursachen.

Restless-Legs-Syndrom ist nicht heilbar

Heilbar ist das Syndrom nicht - es sei denn, es wurde von einer anderen Erkrankung verursacht. Denn hinter dem Restless-Legs-Syndrom kann neben einer genetischen Veranlagung eine chronische Erkrankung wie eine Nierenschwäche, eine Schilddrüsenstörung oder Parkinson stecken. Auch ein Eisen-, Vitamin-B12- oder Folsäure-Mangel spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Dennoch sind die Symptome gut zu behandeln. Bei dem Syndrom ist die Produktion des für Bewegungen und Emotionen wichtigen Botenstoffs Dopamin gestört. Eine Behandlungsmöglichkeit ist daher das Verabreichen von Dopaminvorstufen oder Dopaminersatzstoffen. Insbesondere Medikamente, die - in weitaus höherer Dosierung - gegen Parkinson eingesetzt werden, haben sich auch bei RLS bewährt.

Kaffee, Alkohol und Stress vermeiden

Leichte Fälle des RLS müssen nicht unbedingt mit Medikamenten behandelt werden. Hilfreich sind hier zum Beispiel Beinmassagen, kalte Fußbäder oder Kniebeugen. Entspannungstechniken wie Progressive Muskelrelaxation oder Autogenes Training dagegen können die Symptome sogar verschlimmern. Betroffene sollten zudem auf Kaffee, Alkohol, Stress oder schwere körperliche Arbeit verzichten. Denn dies verstärkt die Symptome. Die Ursachen für die Beschwerden sind dem Verband zufolge bislang nicht eindeutig geklärt. Schätzungen zufolge sind fünf bis zehn Prozent der Bundesbürger betroffen, etwa ein Prozent braucht eine Behandlung. 60 Prozent der Patienten sind Frauen.

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