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Masern-Todesfall in Essen: Erwachsene sollten Impfschutz prüfen

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Impfschutz prüfen!  

Masern-Todesfall in Essen

23.05.2017, 14:00 Uhr | msh, dpa

Masern-Todesfall in Essen: Erwachsene sollten Impfschutz prüfen. Impfungen gegen Masern (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zwei Impfungen gegen Masern sind empfohlen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland grassieren die Masern: Eine 37 Jahre alte Frau ist in Essen an der Krankheit gestorben. Sie sei am vergangenen Wochenende trotz einer intensivmedizinischen Behandlung in der Uniklinik "ziemlich schnell verstorben", sagte der Leiter des Gesundheitsamtes in Essen. 

Experten empfehlen, unbedingt den eigenen Impfschutz zu prüfen. Eigentlich hatte die Bundesregierung geplant die Krankheit bis 2015 auszurotten. Aber speziell Berlin ist betroffen. Seit Oktober 2014 gab es in der Hauptstadt 468 Masernfälle, so das Landesmat für Gesundheit und Soziales in Berlin. In Einzelfällen kann die Krankheit lebensbedrohlich sein. Grund für die hohen Infektionsraten sind laut Robert Koch-Institut (RKI) Impflücken in der Bevölkerung. 

Da heute etwa die Hälfte der Masernfälle Jugendliche und junge Erwachsene betreffen, lohnt sich vor allem auch für diese Altersgruppen der Impfcheck, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Personen mit unvollständigem Impfschutz sollten die fehlende Immunisierung möglichst bald nachholen. Denn wer nicht geimpft ist, steckt sich bei Kontakt mit dem Virus mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit an.

Zwei Impfungen sind der Idealfall

Wer einen Impfpass hat, kann ganz schnell nachprüfen, ob sein Impfschutz komplett ist. Zwei Impfungen sollten in der Spalte "Masern, Mumps, Röteln" verzeichnet sein. Wer als Kind oder Jugendlicher nur eine Impfung erhalten hat, für den kann eine weitere Impfung sinnvoll sein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie Ihren Impfpass lesen müssen, fragen Sie am besten bei Ihrem Hausarzt nach. Auch bei der BZgA gibt es ein interaktives Hilfsangebot: Mach den Masern-Check!

Lieber einmal zu viel piksen

Auch wer seinen Impfpass nicht mehr zur Hand hat, sollte sich an seinen Hausarzt wenden. Impfungen werden auch in der Krankenakte festgehalten. Bei Impfungen, die gar nicht mehr nachzuvollziehen sind, rät die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung nachzuholen.

Im Zweifel sollte man sich lieber einmal zu viel piksen lassen, rät Kinderarzt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Eine überschüssige Impfdosis schade nicht. Nur bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist Vorsicht geboten, da der Masernimpfstoff lebende Erreger enthält und daher eine besondere Belastung für die Abwehrkräfte darstellt.

Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, ob und wie viele Impfungen für Sie sinnvoll sind. Nur bei Menschen, die vor 1970 geboren sind, geht das RKI davon aus, dass sie die Masern als Kind hatten. Wer die Krankheit überstanden und Antikörper gebildet hat, gilt als lebenslang immun.

Eine weitere Möglichkeit den Impfstatus zu überprüfen sind Bluttests. In den meisten Fällen muss der Patient die Antikörperbestimmung aber selber bezahlen.

Ausschlag breitet sich über den ganzen Körper aus

Masern verbreiten sich über Tröpfcheninfektion und durch den Kontakt mit virenhaltigen Körperflüssigkeiten. Hohes Fieber und der typische Ausschlag sind die häufigsten Symptome, es kann aber auch zu lebensbedrohlichen Lungen- oder Gehirnentzündungen kommen.

Normalerweise wird die Impfung in Kombination mit Mumps und Röteln verabreicht. Säuglinge können erst ab dem Alter von elf Monaten immunisiert werden. Da eine Masernerkrankung im ersten Lebensjahr besonders gefährlich ist, sollten die Mutter und enge Kontaktpersonen unbedingt geimpft sein, betont Kinderarzt Fegeler. Im Idealfall erfolgt die zweite Impfung im Alter von 15 bis 23 Monaten.

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