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Soto-Verletzung: Schwachstelle Knie

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Verletzung von Fußballprofi Soto  

Schwachstelle Knie

05.05.2015, 10:29 Uhr | wbr, Spiegel Online

Soto-Verletzung: Schwachstelle Knie. Das Knie gilt als das anfälligste Gelenk des Körpers.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Knie gilt als das anfälligste Gelenk des Körpers. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Zweikampf mit dem Hamburger Rafael van der Vaart hat sich der Mainzer Elkin Soto schwer am Knie verletzt. Was ist passiert, wie wird er jetzt behandelt?

Das vordere Kreuzband ist gerissen, das Innenband und ebenso der Meniskus, das Kniegelenk ist vollständig ausgerenkt: Am Sonntagnachmittag hat sich der Mainzer Fußballprofi Elkin Soto in der Partie gegen den HSV eine schwere Knieverletzung zugezogen. In einem Zweikampf mit Rafael van der Vaart überstreckte sich Sotos Knie deutlich. "Das Knie war nicht mehr da, wo es hingehört. So etwas habe ich noch nicht gesehen", sagte Klubmanager Christian Heidel im TV-Sender Sky.

"Unglückliche Dreiergruppe" gerissen

Inzwischen wurde der Mainzer in eine auf Knieverletzungen spezialisierte Klinik in Straubing verlegt, teilte sein Verein mit. In den kommenden Tagen solle er dort operiert werden. Außerdem überwachen die Ärzte dort, dass sich kein sogenanntes Kompartmentsyndrom entwickelt, bei dem durch die Verletzung ausgelöste Schwellungen der Muskeln Blutgefäße oder Nerven beschädigen.

Es ist keine Seltenheit, dass die zwei Bänder und der Meniskus gleichzeitig reißen, sagt Bertil Bouillon, Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie in den Kliniken der Stadt Köln. Bereits vor Jahrzehnten wurde dafür der Begriff "unhappy triad" ("unglückliche Dreiergruppe") geprägt. Der Meniskus zählt nicht zu den Bändern. Es handelt sich um zwei (Innen- und Außenmeniskus) sichelförmige Knorpelscheiben im Knie, die im Prinzip als Stoßdämpfer arbeiten.

Verletzliches Gelenk

"Das Kniegelenk ist das am ehesten verletzliche Gelenk, da es ein mobiles, Gewicht tragendes Gelenk ist und seine Stabilität fast vollständig von seinen Bändern und Muskeln abhängt", heißt es auch in einem Standardwerk über Anatomie.

Das Knie hat vier Hauptbänder, erklärt Bouillon: Vorderes und hinteres Kreuzband sowie Innen- und Außenband. Bei Elkin Soto scheinen den Berichten zufolge Außenband und hinteres Kreuzband nicht gerissen zu sein. Falls sie tatsächlich nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden, sei das Glück im Unglück, sagt Bouillon. Das Knie hätte dann zumindest noch einen Teil seiner Stabilität. "Wenn das die Diagnose ist, handelt es sich um eine schwere Verletzung, aber sie ist behandelbar."

Bei einer Verletzung wie der von Soto, hängt die nötige Therapie immer vom Einzelfall ab, sagt der Experte. Welche Operationen nötig sind und wie schnell sich Soto erholt, lässt sich also ohne genauere Kenntnis des Falls nicht sagen. Für den verletzten 34-Jährigen wird es wohl das Ende seiner Profikarriere bedeuten.

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