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Schönheits-OP: Was taugt die Blitz-Busenvergrößerung?

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Drei Körbchengrößen mehr ohne OP?  

Was taugt die Blitz-Busenvergrößerung?

02.07.2015, 12:19 Uhr | cme

Schönheits-OP: Was taugt die Blitz-Busenvergrößerung?. Drei Körbchen mehr, ganz ohne OP - was ist davon zu halten? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Drei Körbchen mehr, ganz ohne OP - was ist davon zu halten? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Praller Traumbusen in nur 20 Minuten - damit wirbt derzeit ein Berliner Arzt für einen neuartigen Beauty-Eingriff. Per Spritze injiziert der Mediziner eine Kochsalzlösung in die Brust und verspricht bis zu drei Körbchengrößen mehr in kurzer Zeit. Doch ist das wirklich möglich? Und was sind die Risiken eines solchen Verfahrens? Wir haben mit Doktor Sven von Saldern, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) gesprochen.

Die Vergrößerung funktioniert folgendermaßen: Durch zwei kleine Schnitte in der Brust wird eine Kanüle gelegt, durch die Kochsalzlösung in das Gewebe strömt. Der Busen schwillt an. Da der Körper die Flüssigkeit aufnimmt und allmählich wieder ausscheidet, hält die Vergrößerung nur etwa 24 Stunden an. Laut dem durchführenden Arzt, Doktor Michael Georg Krüger, sind die Risiken dabei gering.

Experte: Drei Körbchengrößen eher unrealistisch

"Tatsächlich sind die Risiken bei so einer Injektion geringer als bei einer Operation", sagt von Saldern. "Zumindest wenn sauber gearbeitet und eine sterile Lösung verwendet wird". Allerdings bestehe durch die kleinen Schnitte durchaus eine gewisse Infektionsgefahr.

Skeptisch zeigt sich der DGÄPC-Präsident allerdings hinsichtlich der Erfolgsaussichten: "Drei Körbchengrößen kommen mir sehr viel vor". Ohne eine Vordehnung von Haut und Gewebe sei eine solch drastische Vergrößerung kaum möglich.

Drastische Vergrößerung überdehnt die Haut

Genau sieht von Saldern auch das Hauptproblem des Verfahrens. Versuche man nämlich, die Kochsalzlösung mit Druck in die Brust zu pressen, werde das Gewebe schlechter durchblutet. "In einem solchen Fall können Gewebeschäden entstehen", so der Arzt.

Methode besser nicht mehrfach anwenden

Im Hinblick auf dieses Risiko hält von Saldern eher eine moderate Vergrößerung von ein bis maximal zwei Körbchengrößen für realistisch.

Und auch dann muss man mit Folgen für die Haut rechnen: "Es kann zu einer Überdehnung des Hautgewebes kommen, wenn die Methode vielfach wiederholt angewendet wird", schreibt Michael Georg Krüger in einer Pressemitteilung. 

Große Brust zum Üben?

Der Berliner Chirurg rät daher, die Methode nicht mehrfach anzuwenden. Er empfiehlt das Verfahren eher für Frauen, die sich noch nicht so recht für eine OP entscheiden können: "Frauen, die sich eine vollere Brust wünschen, aber noch unsicher hinsichtlich der Größe sind, können so ganz ohne Operation und Risiko testen, ob die ersehnte Brustvergrößerung das Körpergefühl verbessert und harmonisch zu den übrigen Proportionen ist", schreibt der Arzt.


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