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Wetter und Hitze: Umweltbundesamt warnt vor Ozon

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Herz und Lunge in Gefahr  

Bundesamt warnt vor Ozon

07.08.2015, 10:15 Uhr | JL, dpa

Wetter und Hitze: Umweltbundesamt warnt vor Ozon. Wegen der Hitze steigen die Ozonwerte rapide an. Eine Anzeigetafel in Freiburg zeigt den aktuellen Stand. (Quelle: dpa)

Wegen der Hitze steigen die Ozonwerte rapide an. Eine Anzeigetafel in Freiburg zeigt den aktuellen Stand. (Quelle: dpa)

Deutschland erwartet zum Wochenende ein neues Hitze-Hoch. Am Freitag steigen nicht nur die Temperaturen, es könne deutschlandweit auch hohe Ozon-Werte geben, so das Umweltbundesamt. Das Gas schädigt Lunge und Herz.

Ein vergleichbares Sommerwetter habe es in den letzten Jahren nicht gegeben. Dieses Jahr gebe es schon zum zweiten Mal über Tage hinweg Temperaturen von weit mehr als 30 Grad. "Das sind beste Bedingungen für Ozonbildung," erklärt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes, gegenüber der "Nordwest-Zeitung".

Bodennahes Ozon schränkt die Atmung ein

Die in etwa 20 bis 30 Kilometern Höhe liegende Ozonschicht schützt uns vor UV-Strahlen. In geringer Konzentration kommt Ozon natürlicherweise in der Atmosphäre vor. An heißen Tagen bildet sich das Gas auch am Boden und wird dort zur Gesundheitsgefahr. Ozon gilt als aggressives Reizgas, das tief in die Lunge eindringt. Das Umweltbundesamt erwartet, dass die Ozon-Werte die Alarmschwelle von 240 Mikrogramm je Kubikmeter Luft am Freitag übersteigen.

Bereits ab einem Wert von 180 Mikrogramm im Stunden-Mittel informieren Landes-Behörden regelmäßig über die Werte und empfehlen Älteren und Kindern Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Ab 240 Mikrogramm gilt die Empfehlung für alle Menschen.

Was Ozon im Körper anrichtet

"Reizungen der Atemwege, Atembeschwerden bis hin zu einer verminderten Lungenfunktion können mögliche Folgen sein," sagt Krautzberger. Sind die Atemwege durch Ozon gereizt, macht sich das durch Halskratzen und Husten bemerkbar.

Herzinfarkt-Risiko steigt

Unter hohen Ozon-Werten leidet auch das Herz. Zu diesem Ergebnis kam 2012 eine Studie der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA. EKG-Messungen an Probanden zeigten, dass die Herzfrequenz unter Ozoneinfluss stark schwankte. Auch die Blutgerinnung habe sich durch das Ozon verändert, so die Forscher.

Eine geringe Ozonbelastung der Atemluft erhöht demnach schon das Risiko für einen Herzinfarkt. Wer an heißen Tagen plötzlich Herzrasen bekommt, sollte sich sofort im Innenraum ausruhen und einen Arzt aufsuchen, wenn die Beschwerden nicht zurückgehen.

Ozon-Werte außerhalb der Stadt am höchsten

Menschen mit Atemwegserkrankungen, chronischer Bronchitis, Lungenkrankheiten und Herzproblemen müssen an heißen Tagen daher besonders vorsichtig sein. Auch Sportler und Kinder sind gefährdet. Zudem sollte man von anstrengenden Freizeitaktivitäten am Nachmittag absehen. Morgens und abends ist die Ozon-Belastung in der Atmosphäre deutlich geringer.

Wer glaubt, Sport außerhalb der Stadt sei unbedenklich, irrt: Tatsächlich werden in Städten oftmals niedrigere Ozon-Werte gemessen als in Randgebieten und dem Umland. Der Grund: Stickstoffmonoxid aus dem Straßenverkehr kann der Bildung von Ozon entgegenwirken.

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