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Erholung: Was den Deutschen den Urlaub vermiest

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Schlechte Erholung  

Ranking: Was den Deutschen den Urlaub vermiest

28.08.2015, 10:10 Uhr | dpa

Erholung: Was den Deutschen den Urlaub vermiest. Streit im Urlaub stört die Erholung.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Streit im Urlaub stört die Erholung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sonne, Strand und Meer - und trotzdem bleibt die Erholung aus. So geht es immerhin 14 Prozent der Deutschen. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für den DAK-Urlaubsreport 2015. Der häufigste Grund dafür: Viele können im Urlaub nicht abschalten.

38 Prozent derjenigen, die sich in diesem Sommer nicht gut erholt haben, nannten das Nicht-Abschalten-Können als Grund dafür. Auf Platz zwei der Urlaubs-Störfakoren: Stress mit mitreisenden Familie oder Freunden. Weitere Ursachen für ausgebliebene Erholung waren der repräsentativen Studie zufolge schlechtes Wetter (13 Prozent) und Krankheiten (11 Prozent). Auch wer über Handy oder Internet erreichbar sein musste (9) oder sich über den Ferienort ärgerte (6), hatte keine rechte Freude am Urlaub.

30- bis 44-Jährige haben Schwierigkeiten, sich zu erholen

Die große Mehrheit gab allerdings an, sie habe sich gut (39) oder sehr gut (46) erholt. Nur vier Prozent erklärten, sie hätten sich überhaupt nicht erholt. Schwierigkeiten, den Urlaub zu genießen, haben vor allem die 30- bis 44-Jährigen. Von ihnen erholten sich zwölf Prozent weniger gut, acht Prozent überhaupt nicht.

Da die berufliche Herausforderung in dieser Lebensphase oft besonders groß sei, falle hier auch die Entspannung im Urlaub schwer, erklärte der DAK-Gesundheitsexperte Ralf Kremer. Wer ständig auf sein Smartphone schaut, kann den Blick aufs Meer oder die Berge nicht genießen."

Sonne und Natur bringen die beste Erholung

Allerdings geht es hierbei nicht unbedingt um das private Mobiltelefon. "Wenn es möglich ist, sollte man im Urlaub das Diensthandy aus lassen", rät York Scheller, Diplom-Psychologe bei der Techniker Krankenkasse. Der allgemeine Verzicht auf Handy oder Internet kommt im Ergebnis der Umfrage erst auf Platz sieben der Erholungsfaktoren (30 Prozent). Viel wichtiger waren Sonne und Natur (77), Zeit mit der Familie (65) oder der Wegfall der Arbeitsbelastung (59).

Nach dem Urlaub in der Mitte der Woche starten

Wer sich in den Ferien gut erholt hat, weil er Diensthandy und -Mails keines Blickes gewürdigt hat, kann am ersten Arbeitstag eine böse Überraschung erleben: "Wenn am Tag nach dem Urlaub viele Termine, liegen gebliebene Arbeit und eine Flut von E-Mails im Büro auf einen warten, steht man gleich wieder unter Druck und die Erholung ist dahin", sagt Scheller. Erholung brauche Zeit, auch nach dem Urlaub. Darum sei es besser, möglichst in der Mitte der Woche wieder einzusteigen, wenn das Wochenende schon nah ist.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) warnte vor übertriebenem Einsatz am Arbeitsplatz. Eine längere Pause biete Gelegenheit, besonnen in den Job zurückzukehren. "Wer zu schnell und zu viel arbeitet, macht leicht Fehler und gefährdet seine Gesundheit", sagt Diplom-Psychologin Sabine Gregersen von der BGW.

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