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Cholesterin, Blutdruck & Co.: Ab diesem Bauchumfang wird es ungesund

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Blutdruck, Cholesterin & Co.  

Ab diesen Werten wird es kritisch für die Gesundheit

06.09.2016, 11:21 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Cholesterin, Blutdruck & Co.: Ab diesem Bauchumfang wird es ungesund. Auch moderater Bluthochdruck sollte behandelt werden.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auch moderater Bluthochdruck sollte behandelt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hoher Blutdruck, kritische Cholesterin-Werte, riskanter Bauchumfang: Viele wissen nicht, ab wann es für ihre Gesundheit gefährlich wird. Dabei kann man viele Werte selbst ermitteln und mit dem richtigen Lebensstil erfolgreich gegensteuern. Diese fünf Werte sollten Sie kennen und regelmäßig überprüfen.

Bauchfett zählt zu den bedeutenden Gesundheitsrisiken. Der Grund dafür: Das sogenannte viszerale Fett im Bauchraum produziert Hormone und Entzündungsstoffe, die das Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöhen. Besonders Männer setzen das gesundheitsschädliche Fett am Bauch an.

Ab diesem Bauchumfang wird es ungesund

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) stellt ein Taillenumfang ab 88 Zentimetern bei Frauen beziehungsweise 102 Zentimetern bei Männern ein deutlich erhöhtes Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie Entzündungen im Körper dar.

Um zu wissen, ob Sie den Grenzwert bereits überschritten haben, sollten Sie den Taillenumfang vor dem Essen im Stehen und mit freiem Oberkörper messen. Das Maßband wird dabei genau in die Mitte zwischen Beckenkamm und dem Unterrand des Rippenbogens gelegt, etwa in Höhe des Bauchnabels.

Fettverteilung messen mit der Waist-Hip-Ratio

Noch genauer wird es mit der sogenannten Waist-Hip-Ratio (WHR), zu Deutsch: Taille-Hüft-Verhältnis. Die ermittelten Werte ergeben das Maß für die Fettverteilung im Körper. Der Hüftumfang wird auf der Höhe der stärksten Stelle der Hüfte gemessen, der Taillenumfang wie bereits beschrieben genau in der Mitte zwischen Unterkante der Rippen und Oberkante des Beckens.

Experten zufolge besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen ab einem Wert von 0.85, bei Männern ab 0.9. Und so wird die WHR berechnet: Taillenumfang in Zentimetern geteilt durch Hüftumfang in Zentimetern. Ist das Ergebnis zu hoch, sollte man über die Ernährung umstellen und in den Alltag mehr Bewegung einbauen.

Bluthochdruck: Erhöhte Werte frühzeitig erkennen

Auch die Blutdruckwerte geben Auskunft über den aktuellen Gesundheitszustand. So betont etwa die Deutsche Herzstiftung, dass regelmäßiges Blutdruckmessen zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen gehört, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern. Laut den Herz-Experten müssen für die Diagnose "Bluthochdruck" nicht beide Grenzwerte des Blutdrucks – 140/ 90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) – überschritten sein. Bereits wenn einer der beiden Werte wiederholt erreicht wird, liegt Bluthochdruck vor.

Wer ein Blutdruckmessgerät zu Hause hat, sollte auf folgendes achten: Immer im Sitzen messen, davor fünf Minuten zur Ruhe kommen. Zwei Stunden vorher keinen Alkohol oder Kaffee trinken und nicht rauchen. Auch eingenommene Medikamente können das Ergebnis verfälschen. Am besten messen Sie zwei Mal kurz hintereinander mit einer Pause von einer Minute. Laut Herzstiftung ist der Wert der zweiten Messung häufig niedriger und der gültige Wert. Tipp: Anfangs sollte der Blutdruck an beiden Armen bestimmt werden. Später dann immer den Arm wählen, bei dem sich die höheren Werte ergeben haben. Und: Viele Apotheken bieten als Service Blutdruck-Messungen an.

Bei diesen Blutzuckerwerten liegt Diabetes vor

Mit steigendem Alter sollten Sie auch die Blutzuckerwerte im Blick behalten. Normalerweise liegen sie im nüchternen Zustand zwischen 70 und 99 Milligramm pro Deziliter (mg/dl). Ab einem Nüchtern-Blutzuckerwert von 126 mg/dl liegt Diabetes vor. Werte zwischen 100 und 125 mg/dl weisen auf ein Vorstadium des Typ-2-Diabetes hin.

Ein einmaliges Messen gibt allerdings keinen gültigen Hinweis. Nur wenn die Zuckerwerte im Blut auch bei späteren Messungen zu hoch sind, wird es kritisch. Wer kein Messgerät zu Hause hat, sollte die Werte regelmäßig von einem Arzt überprüfen lassen. Tipp: Den Blutzucker immer komplett nüchtern messen. Wer etwas isst, verfälscht diesen enorm.

Blutfettwerte im Check

Auch die Blutfette sollten Sie in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen. Sind Cholesterin oder Triglyceride stark erhöht, steigt das Risiko für Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen, darunter Herzinfarkt und Schlaganfall. Ab wann die Werte kritisch sind, ist individuell verschieden und immer abhängig vom Patienten und seinem Gesundheitszustand. Dennoch gibt es Richtwerte.

LDL-Cholesterin: Viele Deutsche über den Maximalwerten

Das Gesamtcholesterin setzt sich aus HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin zusammen. Dabei gilt vorwiegend das LDL-Cholesterin, auch Low-Density-Lipoprotein genannt, als schädlich. Es ist maßgeblich für die Verkalkung der Gefäße verantwortlich. Bei einem niedrigen Herzkreislauf-Gesamtrisiko sollte das LDL-Cholesterin 160 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) nicht überschreiten. Als maximale Obergrenze gelten Werte von 200 mg/dl. Experten zufolge liegen die Cholesterinwerte der Deutschen im Durchschnitt allerdings um einiges über dieser Grenze.

Wer ein hohes Gesamtrisiko aufweist, beispielsweise weil er unter Bluthochdruck leidet, sollte einen LDL-Cholesterinwert von maximal 100 mg/dl aufweisen. Noch niedriger sind die Richtwerte bei Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit, Typ-2-Diabetes oder nach einem Herzinfarkt.

Im Gegensatz dazu sollte der Wert des "guten" HDL-Cholesterins bei Frauen möglichst nicht unter 45 mg/dl sinken und bei Männern nicht unter 40 mg/dl.

Triglyceride erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen

Weitere wichtige Fette im Blut sind die sogenannten Triglyceride. Sie bilden den Hauptanteil der Nahrungsfette. Sind die Werte im Blut zu hoch, steigt - ebenso wie bei zu hohen  LDL-Werten - das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daher sollten sie unter 200 mg/dl, besser noch unter 150 mg/dl liegen. Damit die Blutfette im grünen Bereich bleiben, sollte man auf eine ausgewogene Ernährung achten, sich ausreichend bewegen und Übergewicht vermeiden.

Check-up 35 wahrnehmen

Neben den bereits genannten, gibt es noch eine Reihe weiterer Werte, die wichtige Hinweise auf die Gesundheit geben. Dazu zählen unter anderem Leber- und Schilddrüsenwerte sowie die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen. Um diese Werte zu erfahren, sollte man sich regelmäßig untersuchen lassen. Ab einem Alter von 35 Jahren hat jeder Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf den kostenfreien Check-up 35.

Dabei wird der Blutdruck gemessen, das Herz abgehört, eine Blutprobe genommen und der Urin untersucht. Wer den Check-up 35 wahrnimmt, hat einen guten Überblick über seinen Gesundheitszustand und kann bei schlechten Werten frühzeitig gegensteuern – bevor Krankheiten entstehen.

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