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Haschisch auf Rezept: Regierung plant Agentur für Cannabis

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Haschisch auf Kassenrezept  

Regierung will Cannabisagentur für die Schmerztherapie gründen

01.11.2015, 13:21 Uhr | Marc Kalpidis, AFP

Haschisch auf Rezept: Regierung plant Agentur für Cannabis. Cannabispflanzen, aus denen auch Marihuana hergestellt wird, in einer Plantage in Israel. (Quelle: dpa)

Cannabispflanzen, aus denen auch Marihuana hergestellt wird, in einer Plantage in Israel. (Quelle: dpa)

Eine staatliche Cannabisagentur soll in Deutschland den Anbau und die Verteilung von Cannabis zur Schmerztherapie regeln. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Der Eigenanbau durch Patienten soll weiter verboten bleiben.

Ein Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums sieht die Einrichtung der Cannabisagentur vor, berichtet die Zeitung. Darin stehe, dass die Agentur den Anbau und die Lieferung von Medizinalhanf in Wettbewerbsverfahren ausschreiben und Aufträge vergeben werde. "Die Cannabisagentur verkauft den Medizinalhanf anschließend insbesondere an Hersteller von Cannabisarzneimitteln, Großhändler und Apotheken."

Die Cannabisagentur bestimmt den Preis

Auch der Preis, den Krankenkassen für jedes an Patienten abgegebene Präparat zahlen müssen, soll demnach von der Cannabisagentur festgelegt werden. Die Gesamtkoordination soll beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelt werden. Das Parlament solle in den kommenden Monaten eine entsprechende Änderung des Betäubungsmittelgesetzes beschließen.

Schmerzpatienten in der Klemme

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hatte sich zu Jahresbeginn dafür ausgesprochen, Cannabis auf Rezept an chronisch kranke Schmerzpatienten abzugeben. Bauen diese in der eigenen Wohnung Hanfpflanzen an, geraten sie derzeit aufgrund der geltenden Gesetzeslage rasch ins Visier von Ermittlern. Besitz, Anbau und Handel sind verboten.

Bisher durften in Deutschland rund 400 Schmerzpatienten legal Cannabis kaufen, allerdings auf eigene Kosten, berichtet die "Welt am Sonntag". Die Droge wurde demnach aus den Niederlanden importiert. Es sei jedoch immer wieder zu Lieferengpässen und langen Wartezeiten gekommen. Künftig sollen mehr Betroffene mit Cannabis behandelt werden.

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