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Terminservicestellen starten  

Facharzttermin: Was Patienten jetzt wissen müssen

22.01.2016, 14:40 Uhr | dpa, AFP

Terminservicestellen starten: Was Patienten jetzt wissen müssen. Dank Terminservicestellen bekommen Patienten jetzt schneller einen Termin beim Facharzt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dank Terminservicestellen bekommen Patienten jetzt schneller einen Termin beim Facharzt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das lange Warten auf einen Facharzttermin könnte bald ein Ende haben: Am 25. Januar starten die neuen Terminservicestellen, die gesetzlich Versicherten innerhalb einer Woche einen Termin vorschlagen müssen. Die Wartezeit darf höchstens vier Wochen betragen. Doch es gibt Ausnahmen. 

Zuständig für die Terminservicestellen sind die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) im jeweiligen Bundesland. Auf den entsprechenden Webseiten können sich Patienten über die Rufnummern informieren. Einen Überblick gibt die Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

So läuft die Terminvergabe ab

Um einen Termin zu bekommen, muss der Patient gesetzlich krankenversichert sein und eine Überweisung zum Facharzt haben. Nur für Besuche bei Augenärzten und Gynäkologen kann man sich ohne Überweisung an die Terminservicestelle wenden. Nach dem Anruf erhält der Versicherte binnen einer Woche eine Rückmeldung mit einen Termin. Die Wartezeit darf maximal vier Wochen betragen. Kann der Patient den vorgeschlagenen Termin nicht wahrnehmen und sagt diesen am gleichen Tag wieder ab, bietet die Servicestellen einen Ausweichtermin an.

Alternativ gibt es einen Krankenhaustermin

Kann die Terminservicestelle innerhalb von vier Wochen keinen Behandlungstermin vermitteln, muss sie dem Patienten einen Termin zur ambulanten Behandlung in einem Krankenhaus anbieten. Es reicht nicht, lediglich auf die Behandlungsmöglichkeit in einem bestimmten Krankenhaus zu verweisen. Für den Krankenhaustermin gelten dann dieselben Fristen.

Routine- und Vorsorgeuntersuchungen sind ausgenommen

Der Service ist für Kassen-Patienten gedacht, die dringend eine fachärztliche Behandlung brauchen. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen geht davon aus, dass rund ein Drittel aller Überweisungen dringend sind. Ausgenommen sind Routineuntersuchungen, Vorsorgetermine und sogenannte Bagatellkrankheiten, bei denen sich der Gesundheitszustand nicht verschlechtert, wenn die Behandlung nicht innerhalb von vier Wochen beginnt.

Kein Anspruch auf Wunschtermin oder Lieblingsarzt

Wer den Service nutzt, kann sich weder einen konkreten Termin noch einen bestimmten Arzt aussuchen. Die Servicestelle vermittelt nur Termine, die von Ärzten als frei gemeldet werden. Dafür müssen Patienten nicht mehr selbst verschiedene Ärzte wegen eines Termins abklappern.

Nicht vermittelt werden Termine bei Zahnärzten und Kieferorthopäden. Auch Hausärzte, Kinder- und Jugendärzte und Psychotherapeuten sind ausgenommen.

Spezialisierte Ärzte können auch weiter weg sein 

Für den Vorteil, schneller einen Termin zu bekommen, muss man allerdings einen weiteren Weg in Kauf nehmen. Das Gesetz definiert "zumutbare" Entfernungen: Für die allgemeine fachärztliche Versorgung darf der Weg maximal 30 Minuten länger sein als zum nächstgelegenen Mediziner dieser Fachrichtung. Darunter fallen Augenarzt, Frauenarzt, Hautarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Neurologe, Orthopäde, Urologe, Chirurg. Bei spezialisierten Fachärzten wie Radiologen gilt eine zusätzliche Fahrzeit von bis zu 60 Minuten als zumutbar.

Recht auf freie Arztwahl bleibt bestehen

Die freie Arztwahl bleibt durch den neuen Service unangetastet. Wer möchte, kann weiterhin versuchen, bei seinem Wunscharzt einen Termin zu bekommen. Auch den von der Terminservicestelle vermittelten Facharzt und die angebotene Behandlung im Krankenhaus darf man ablehnen und sich selbst kümmern, auch wenn dies vielleicht länger dauert.

Was ist, wenn es ganz schnell gehen muss?

Sind Untersuchungen oder Behandlungen nötig, für die aus medizinischen Gründen auch eine Wartezeit von bis zu vier Wochen zu lang ist, sollten Patienten, wie bisher auch, direkt einen Termin mit dem betreffenden Arzt vereinbaren.

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