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Zika-Virus: Das bedeutet der Gesundheitsnotstand der WHO

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Wegen Zika-Virus  

WHO ruft weltweiten Gesundheitsnotstand aus

02.02.2016, 12:27 Uhr | cme, t-online.de, AP

Zika-Virus: Das bedeutet der Gesundheitsnotstand der WHO. In Südamerika ist der Zika-Virus besonders verbreitet. (Quelle: Reuters)

In Südamerika ist der Zika-Virus besonders verbreitet. (Quelle: Reuters)

Die rasante Ausbreitung des Zika-Virus in Südamerika versetzt Virologen in Alarmzustand. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun den globalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Doch was heißt das überhaupt? 

Die WHO hat wegen des Zika-Virus den globalen Gesundheitsnotstand erklärt. Zu diesem Schritt habe eine Expertenrunde geraten, teilte die WHO in Genf mit.

Nach dem Ausrufen des Notstandes sollen die Mediziner Maßnahmen empfehlen, um Ansteckungen vorzubeugen und den Erreger einzudämmen. Diese "dringenden Maßnahmen" sind an alle Staaten gerichtet.

Gesundheitsnotstand: Auch Grenzschließungen sind möglich

Welche Maßnahmen die WHO empfehlen wird, ist noch nicht bekannt. Sie können beispielsweise Vorsichtsmaßnahmen bei Reisen betreffen. Auch für die medizinische Versorgung von Kranken sowie die Infektionskontrolle sind Empfehlungen möglich. Staaten außerhalb der Seuchengebiete können aufgefordert werden, Maßnahmen einzuleiten, die eine Ausbreitung des Erregers oder seines Überträgers verhindern sollen.

Das letzte Mal hatte die WHO im Jahr 2014 wegen der Ebola-Epidemie einen globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Damals wurden für bestimmte Flugreisen besondere Vorkehrungen getroffen und beispielsweise Passagiere auf Symptome einer Ebola-Infektion untersucht.

In Deutschland kommt die Meldepflicht

Das Zika-Virus wird von Experten als nicht ganz so gefährlich eingestuft wie Ebola. Dennoch hat das Bundesgesundheitsministerium in Deutschland nun eine Meldepflicht für sogenannte Arboviren auf den Weg gebracht. Dazu zählt neben dem Zika-Virus beispielsweise auch der Erreger des Dengue-Fiebers.   

Zudem rät das Auswärtige Amt derzeit Schwangeren sowie Frauen, die eine Schwangerschaft planen, derzeit von Reisen in die Risikogebiete ab. 

Die WHO befürchtet weltweit bis zu vier Millionen Zika-Krankheitsfälle in diesem Jahr, davon allein 1,5 Millionen in Brasilien. Eine Infektion mit dem Virus verläuft bei Kindern und Erwachsenen in der Regel mild, ist aber während der Schwangerschaft für Ungeborene gefährlich. 

Impfstoff kommt in frühestens drei Jahren 

Das brasilianische Gesundheitsministerium begrüßte die Entscheidung der WHO, den Gesundheitsnotstand auszurufen. Dies werde Ländern weltweit helfen, gemeinsam gegen das Virus zu kämpfen, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. 

Für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Zika-Virus dürften Wissenschaftler nach brasilianischen Regierungsangaben noch drei bis fünf Jahre benötigen. "Wenn wir sehr glücklich sind, dauert das drei Jahre. Es könnten aber zwischen drei und fünf Jahre sein", sagte der Stabschef von Staatspräsidentin Dilma Rousseff, Jacques Wagner, am späten Montagabend (Ortszeit). Brasilianische Forscher arbeiteten dabei mit Kollegen aus den USA zusammen.


Das Zika-Virus in Lateinamerika (Quelle: dpa)Das Zika-Virus in Lateinamerika (Quelle: dpa)

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