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Spender war auch allergisch  

Kiwi-Allergie nach Knochenmark-Transplantation

28.03.2016, 12:54 Uhr | t-online.de

Kiwi-Allergie nach Knochenmark-Transplantation. Mann reagierte nach Stammzellenspende allergisch auf Kiwis. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mann reagierte nach Stammzellenspende allergisch auf Kiwis. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine junge Frau spendet ihrem an Blutkrebs erkrankten Bruder Stammzellen. Danach ist der Mann allergisch gegen Kiwis - wie die Frau selbst. Von diesem Phänomen berichtet jetzt das "Journal of the European Academy of Dermatology and Venerology".

Allergie-Anfall nach Kiwi-Verzehr

Demnach hatte der heute 46-Jährige drei Wochen nach der Spende einen Allergieanfall: Nach dem Verzehr einer Kiwi brannten seine Lippen, er bekam kaum noch Luft. Auch bei einem zweiten Versuch mehrere Monate später traten diese Reaktionen auf.

Vor der Spende hatte der Körper des Mannes nie Probleme mit dieses Früchten.

Erklärung der Wissenschaftler: Die Allergie ist sozusagen mit transplantiert worden. Bei Leukämiepatienten sollen durch die Transplantation von Stammzellen wieder gesunde Blutzellen entstehen.

IgE-Antikörper vorhanden

Bei Blutspenden können allerdings so genannte IgE-Antikörper mit übertragen werden. Diese Eiweiße sind zur Abwehr (gefährlicher) körperfremder Stoffe bestimmt - und ein Indiz für allergische Reaktionen.

Die IgE-Antikörper werden in Plasmazellen gebildet. In diesem Fall interpretierten die Zellen einen eigentlich harmlosen Stoff - den Inhaltsstoff der Kiwifrucht - als gefährlich: Die Allergie wird ausgelöst.

Hatte der an Leukämie erkrankte Mann diese Zellen bereits im Körper oder waren sie tatsächlich transplantiert worden? Mit einem Chromosomentest fanden die Ärzte schnell eine Antwort: In den Zellen wurde je zwei X-Chromosomen gefunden - sie stammten von der Frau.

Der Befund war also eindeutig: Allergien können mit Stammzellen übertragen werden. Und doch hatte die Spende etwas Gutes: Der Mann konnte vom Blutkrebs geheilt werden.

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