Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Ab 2017: Schwerkranke kriegen Cannabis auf Rezept

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Regelung ab 2017  

Schwerkranke kriegen Cannabis aus der Apotheke

04.05.2016, 11:18 Uhr | dpa

Ab 2017: Schwerkranke kriegen Cannabis auf Rezept. Cannabis aus der Apotheke: Für Schwerkranke künftig auf Kassenkosten. (Quelle: dpa/Symbolbild)

Cannabis aus der Apotheke: Für Schwerkranke künftig auf Kassenkosten. (Quelle: Symbolbild/dpa)

Schwerkranke sollen Cannabis auf Rezept und Kassenkosten bekommen können, der Staat die Pflanze kontrolliert anbauen. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor, der jetzt vom Kabinett beschlossen wurde. Der Entwurf kam aus dem Ressort des Gesundheitsministers Hermann Gröhe (CDU).

"Wir wollen, dass für Schwerkranke die Kosten für Cannabis als Medizin von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann", erklärte Gröhe.

Bund soll Cannabisagentur aufbauen

Mit der Neuregelung, die im Frühjahr 2017 in Kraft treten soll, wird es schwer erkrankten Patienten ohne Therapiealternative ermöglicht, getrocknete Cannabisblüten und Cannabisextrakte auf ärztliche Verschreibung in Apotheken zu erhalten. Zugleich soll der medizinische Nutzen dieser Therapien weiter wissenschaftlich erforscht werden.

Geplant ist staatlich kontrollierter Anbau in Deutschland durch eine Cannabisagentur. Diese Aufgabe soll das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte übernehmen. Bis das gewährleistet ist, soll die Versorgung mit Medizinalhanf durch Importe gewährleistet werden.

Zulassung seit Längerem verlangt

"Der Einsatz von Cannabis als Medizin in engen Grenzen ist sinnvoll und muss gleichzeitig noch näher erforscht werden", erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU). Sie betonte: "Cannabis ist keine harmlose Substanz, daher darf es auch keine Legalisierung zum reinen Privatvergnügen geben."

Die Zulassung von Cannabis etwa als Schmerzmittel wird seit längerem verlangt. Das Bundesverwaltungsgericht hatte im April erstmals einem unheilbar kranken Mann den Eigenanbau von Cannabis zu Selbsttherapie ausnahmsweise erlaubt. Mit dem Urteil wurde das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verpflichtet, dem an Multipler Sklerose Erkrankten eine Ausnahmeerlaubnis zum Cannabisanbau zu erteilen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Under the sun: der neue boho-inspirierte Trend
jetzt entdecken bei BONITA
Shopping
Highspeed-Surfen für nur 19,95 € mtl. im 1. Jahr*
www.telekom.de
Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017