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Glyphosat-Zulassung: Studie bezweifelt Krebsgefahr von "Roundup"

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Umstrittenes Unkrautvernichtungsmittel  

UN-Studie bezweifelt Krebsgefahr durch Glyphosat

17.05.2016, 14:13 Uhr | Reuters

Glyphosat-Zulassung: Studie bezweifelt Krebsgefahr von "Roundup". Glyphosat ist das am meisten verwendete Unkrautvernichtungsmittel und steht im Verdacht, Krebs zu erregen. (Quelle: dpa)

Glyphosat ist das am meisten verwendete Unkrautvernichtungsmittel und steht im Verdacht, Krebs zu erregen. (Quelle: dpa)

Die Ergebnisse einer UN-Studie befeuern die Diskussion über das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Die Studie erklärt, dass es bei der Nahrungsaufnahme für Menschen vermutlich kein Krebsrisiko darstelle. Jüngst sprach sich die SPD gegen die Verlängerung der Zulassung des Pflanzengiftes aus.

Die Experten der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellten in der Studie fest, dass es ebenso unwahrscheinlich sei, dass die seit den 1970ern verwendete Chemikalie Veränderungen des menschlichen Erbguts auslöse.

Die Angaben widersprechen den Ergebnissen einer Untersuchung der Internationalen Behörde für die Krebsforschung (IARC), die in Lyon ansässig ist und ebenfalls zur WHO gehört. Die IARC hatte Glyphosat im März 2015 als wahrscheinlichen Krebserreger eingestuft.

Glyphosat ist seit langem umstritten

In Deutschland streitet die Regierung derzeit darüber, ob die Zulassung von Glyphosat in der EU verlängert werden soll. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte angekündigt, die SPD-Ressorts würden eine Wiederzulassung des Herbizids in der EU ablehnen. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) erklärte daraufhin, er habe "überhaupt kein Verständnis für die Rolle rückwärts" von Hendricks. Inzwischen hat sich das Kanzleramt in den Streit eingeschaltet.

Die EU stimmt in dieser Woche über die weitere Zulassung des Mittels ab. Frankreich will dagegen votieren. Sollten die deutschen Ministerien kein Einvernehmen erzielen, wird sich Deutschland bei der Abstimmung enthalten. Derzeit ist unklar, ob eine Mehrheit für eine Verlängerung zustande kommt.

Befristete Wiederzulassung des Breitbandherbizids

Nach einem Reuters vorliegenden EU-Entwurf soll Glyphosat für weitere neun Jahre zugelassen werden. Damit kam die EU-Kommission bereits Bedenken entgegen, denn ursprünglich sollte die Nutzung von Glyphosat für weitere 15 Jahre genehmigt werden. Das EU-Parlament hatte sich dagegen für eine auf sieben Jahre befristete Wiederzulassung ausgesprochen.

Glyphosat wird seit den 70er Jahren in der Landwirtschaft eingesetzt. Monsanto vertreibt es unter dem Markennamen Roundup und erzielte damit im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar. Auch andere Konzerne produzieren das Mittel.

Nutzpflanzen durch Gentechnik geschützt

Glyphosat wirkt gegen Grünpflanzen und wird vor allem über die Blätter aufgenommen. Es blockiert bestimmte für das Wachstum nötige Enzyme in der Pflanze. Normalerweise kommt das Mittel vor der Aussaat von Feldfrüchten zum Einsatz, um vorhandenes Unkraut abzutöten.

Aber es kann auch bei bereits vorhandenen Bepflanzungen eingesetzt werden. Damit Nutzpflanzen beim Ausbringen des Herbizids nicht ebenfalls eingehen, wurden viele in den 1990er Jahren durch Gentechnik gegen Glyphosat resistent gemacht. Das Mittel ist teilweise auch für private Gärten erhältlich.

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