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Glyphosat-Zulassung weiter unklar - EU ruft Vermittlungsauschuss an

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Keine EU-Mehrheit  

Ausschuss soll über Glyphosat-Verlängergung entscheiden

07.06.2016, 10:53 Uhr | rtr

Glyphosat-Zulassung weiter unklar - EU ruft Vermittlungsauschuss an. Glyphosat ist das am meisten verwendete Unkrautvernichtungsmittel und steht im Verdacht, Krebs zu erregen. (Quelle: dpa)

Glyphosat ist das am meisten verwendete Unkrautvernichtungsmittel und steht im Verdacht, Krebs zu erregen. (Quelle: dpa)

Brüssel findet bei Glyphosat keine einheitliche Linie. Nun soll ein Vermittlungsausschuss klären, ob in der EU die Zulassung für das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel verlängert wird.

Im Ständigen Ausschuss der Europäischen Union gab es keine Mehrheit für oder gegen die Weiterverwendung des Herbizids Glyphosat, sagte eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums in Berlin. "Es wird ein Vermittlungsausschuss angerufen, das Verfahren liegt also weiter in der Hand der EU." Hintergrund des Streits sind unterschiedliche Auffassungen darüber, ob das Mittel krebserregend ist.

Die Bundesregierung hatte vorige Woche angekündigt, sich bei einer Abstimmung zu enthalten. Grund dafür sind gegensätzliche Positionen der SPD-geführten Ministerien, die eine Verlängerung ablehnen, während CDU und CSU für eine Weiterverwendung des weltweit meistgebrauchten Herbizids sind. Der amerikanische Bayer-Übernahmekandidat Monsanto hat mit dem Mittel vergangenes Jahr Milliardenumsätze gemacht.

Viele EU-Staaten lehnen Glyphosat ab

Wie die Bundesregierung sind sich auch die EU-Staaten beim Thema Glyphosat uneins. In dem nun geplanten Ausschuss darf die EU-Kommission laut EU-Regeln einen weiteren Versuch für einen Kompromiss starten. Sollte es dabei bleiben, dass die Mitgliedsländer keine gemeinsame Position finden, kann die Brüsseler Behörde die zeitlich befristete Weiterverwendung von Glyphosat selbst genehmigen.

Die EU-Kommission hatte zuletzt vorgeschlagen, Glyphosat zunächst für weitere eineinhalb Jahre zuzulassen, bis das Ergebnis einer neuen EU-Studie vorliegt. Die bisherige Frist für die Verwendung des Mittels läuft am 30. Juni aus.

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