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Mit Pflanzenextrakten Spermien lahmlegen

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Verhütungsmethode  

Mango und Löwenzahn können Spermien lahmlegen

22.05.2017, 15:15 Uhr | Larissa Koch, t-online.de

Mit Pflanzenextrakten Spermien lahmlegen. Spermien auf dem Weg in die Eizelle (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Lars Neumann)

Spermien auf dem Weg in die Eizelle (Quelle: Lars Neumann/Thinkstock by Getty-Images)

Das Thema Verhütung kann ein leidiges sein. Kondome bieten nicht die volle Sicherheit und werden von vielen als Störenfried im Bett empfunden. Pillen und andere hormonelle Methoden haben oft unangenehme Nebenwirkungen und die weiteren Alternativen sind nicht gerade praktisch. Hier ist also noch Luft nach oben, was die Erfindung eines unkomplizierten, hormon- und nebenwirkungsarmen oder gar -freien Verhütungsmittels angeht.

Die Wissenschaft ist nun aber offenbar nah dran, die Weichen zu stellen, damit ein solches Mittel entwickelt werden kann. An der University of California in Berkeley haben Forscher es geschafft, mithilfe von Pflanzenextrakten Spermien den nötigen Schwung zu nehmen, den sie brauchen um in die Eizelle zu kommen. Die Wirkstoffe finden sich etwa in Mangos, Löwenzahn oder der Aloe-Pflanze und in der asiatischen Dreiflügelfrucht. Es handelt sich um pflanzliche Steroide namens Lupeol und Pristimerin. 

Die Stoffe bremsen Samenzellen aus

Es ist die Eizelle, welche die Spermien dazu veranlasst, kurz vor dem Ziel besonders aktiv zu sein. Denn sie schüttet das Hormon Progesteron aus. Dieses Hormon veranlasst die Samenzellen dazu, intensiv mit ihrem Schwänzchen zu wackeln. So schaffen sie es, kraftvoll in die Eizelle einzudringen. Mit Hilfe der natürlichen Substanzen aus Früchten und Pflanzen wird aber ein wichtiges Transportmolekül im Spermium gebremst. Das Progesteron aus der Eizelle kann hiergegen dann nichts mehr ausrichten, eine Befruchtung wird nicht vollzogen und schon ist die Verhütung komplett. 

Die Hoffnung: Ein Verhütungsmittel für sie UND ihn

Wenn die Spermien das Progesteron nicht mehr erkennen, wäre man unfruchtbar, fassen die Wissenschaftler den Mechanismus zusammen. Ein solches Mittel könnte ein gutes Unisex-Kontrazeptivum sein, dass von Frauen und Männern gleichermaßen eingenommen werden könnte, heißt es weiter: "Was wirklich cool ist, dass wir ein unmittelbares Ziel haben zur Entwicklung einer Unisex-Verhütungsmethode", kommentierte Melissa Miller aus der Forschergruppe die Erkenntnisse.

Bis es soweit ist, dass diese vielversprechenden Versuchsergebnisse sich in käuflichen Verhütungsmitteln wiederfinden dürften, werden sich Interessenten wohl allerdings noch einige Zeit gedulden müssen.

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