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Enthaltsamkeit vor Blutspende: Neue Richtlinien für homosexuelle Männer

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Ist das diskriminierend?  

Homosexuelle dürfen Blut spenden – aber nicht immer

08.08.2017, 09:43 Uhr | t-online.de, dpa

Enthaltsamkeit vor Blutspende: Neue Richtlinien für homosexuelle Männer. Homosexuelle Männer dürfen nach Beendigung von zwölf Monaten ''sexuellem Risikoverhaltens'' Blut spenden. (Quelle: imago/McPhoto)

Der Mehrheit homosexueller Männer wird das Blut spenden weiterhin verweigert. (Quelle: imago/McPhoto)

Viele Jahre war es unvorstellbar, aber Homosexuelle dürfen in Deutschland künftig unter strengen Bedingungen Blut spenden. Die Mehrheit wird allerdings weiterhin ausgeschlossen. Die Bundesärztekammer (BÄK) hat die entsprechenden Richtlinien zur Blutgewinnung und zur Verwendung von Blutprodukten überarbeitet. Bisherige Verbote wurden aufgehoben.

Zwölf Monate nach Beendigung des "sexuellen Risikoverhaltens" dürfen Schwule demnach künftig Blut spenden, weil dies "nicht zu einer Erhöhung des Risikos für die Empfänger von Blut und Blutprodukten führt".

Bislang sind nicht nur Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, sondern auch Homosexuelle, Drogenkonsumenten, Prostituierte und Menschen mit häufig wechselnden Partnern lebenslang von Blutspenden ausgeschlossen. Begründet wurde dies mit der erhöhten Ansteckungsgefahr etwa durch HIV oder Hepatitis. Von den Betroffenen, vor allem von Homosexuellen, wurde dies als Diskriminierung empfunden .

Aidshilfe findet: ''Richtlinien gehen nicht weit genug''

Nach Ansicht der Arbeitsgruppe, die die Richtlinie überarbeitete, führt eine "Zulassung zur Blutspende zwölf Monate nach Beendigung des sexuellen Risikoverhaltens nicht zu einer Erhöhung des Risikos für die Empfänger". Die Angaben zum Lebensstil werden wie bisher per Fragebogen erhoben.

Der Deutschen Aidshilfe geht die neue Richtlinie nicht weit genug. "Eine HIV-Infektion kann man heute sechs Wochen nach dem letzten Risiko sicher ausschließen", erklärte Vorstandsmitglied Björn Beck. Eine Frist von einem Jahr schließe hingegen die meisten schwulen und bisexuellen Männer weiterhin unnötig von der Blutspende aus.

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