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Immer mehr kranke Kinderseelen

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Psychische Krankheiten  

Immer mehr kranke Kinderseelen

21.07.2008, 13:46 Uhr

Angst, Anspannung und Aggression - immer mehr Kinder in Deutschland leiden unter psychischen Problemen. Armut und Sorgen in vielen Familien führen Schätzungen zufolge künftig zu noch mehr Störungen. Die kranken Seelen zählen zu den Hauptursachen etwa für die schockierende Zunahme bei Alkoholexzessen Minderjähriger, für Übergewicht und auch Jugendkriminalität. Auf dem Spiel stehen die Chancen immer größerer Teile ganzer Generationen auf Gesundheit, gute Abschlüsse, letztlich auf Zukunft. Politik, Ärzte und Krankenkassen ringen deshalb um wirksamere Wege gegen psychische Leiden von Kindern.

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Viel mehr Vorsorge notwendig


"Psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen sollen in Zukunft besser erkannt und behandelt werden", sagt Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Bei der erst im Juli eingeführten Früherkennungsuntersuchung "U7a" sollen Ärzte jetzt bereits nach Verhaltensauffälligkeiten schauen. Bis die zuständigen Experten auch die anderen, vor über 30 Jahren konzipierten Arzt-Checks von der "U1" bis zur "U9" erneuert haben, dauert es noch Monate. Zu lange, wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte moniert. Im zuständigen Bundesausschuss von Krankenkassen und Ärzten gibt es noch reichlich offene Fragen über eine Neuausrichtung der Untersuchungen auf Kassenkosten. Der Kinderärzte-Verband fordert weit mehr Vorsorge statt Früherkennung.

Schlafprobleme und Bettnässen außen vor


Die Not bei vielen Kindern ist groß. Zwölf Prozent der Mädchen und 18 Prozent der Jungen sind laut offiziellen Zahlen in ihrem Verhalten auffällig. Damit sind nicht Ein- und Durchschlafprobleme gemeint, die die Hälfte der Vorschul- und Schulkinder plagen, meist aber nicht behandlungsbedürftig sind. Auch das nächtliche Bettnässen bei jedem zehnten Siebenjährigen fällt nicht darunter. Es sind die schwereren psychischen Störungen wie Aggressionen oder ADS, die als problematisch bezeichnet werden.

Chronische Schmerzen können entstehen


Doch auch zehn Prozent der Jungen und Mädchen haben nach Angaben der Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (DGKJP) Kopf-, Bauch- oder Gliederschmerzen wegen schulischer Überlastung, Scheidung der Eltern oder anderer schwieriger Lebenslagen. Weil diese Leiden häufig nicht erkannt und behandelt werden, werden sie bei über der Hälfte der Kranken chronisch.

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