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Immer mehr kranke Kinderseelen

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Psychische Krankheiten  

Immer mehr kranke Kinderseelen

21.07.2008, 13:46 Uhr

Zunahmen gibt es bei dissozialen Störungen, bei denen das Mitgefühl für andere schwindet. Kinderärzte registrieren besorgt mehr Entwicklungsdefizite bei Motorik, Sprache und Sozialverhalten. Zu den 500.000 Minderjährigen mit ADS, im Volksmund als Zappelphilipp-Syndrom bekannt, kommen nach Schätzungen der Kassenärzte jährlich fünf Prozent hinzu. Mit der Konzentration schwindet bei Betroffenen oft die Schulleistung - Misserfolge erzeugen neuen Frust und vergrößern die Probleme.

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Teil der Armutsspirale


Joachim Hübner, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Psychiatrischer Krankenhäuser, bemängelt angesichts dieser Krankheiten: "Nur die Hälfte der Kinder und Jugendlichen erhält eine adäquate Behandlung." Spektakuläre Fälle etwa bei Gewalttaten oder Alkoholtoten unter Jugendlichen sind dabei nur die sichtbarsten möglichen Folgen. Die Leiden sind Sozialforschern zufolge vielmehr häufig Teil von Armutsspiralen jenseits der öffentlichen Wahrnehmung. Kinder aus ärmeren Familien mit weniger Bildungschancen haben ein vier Mal so großes Risiko psychischer Störungen. Migranten sind im Schnitt stärker betroffen als "Mittelstand-" oder "Oberschicht-Kinder". Belastend ist nach den Ergebnissen des Robert-Koch-Instituts vor allem schlechtes Klima mit ständigen Konflikten zu Hause. Bis 2020 sollen die psychischen Krankheiten bei Kindern nach internationalen Schätzungen um die Hälfte zunehmen.

Angebote für Eltern


Der nun forcierte Ausbau bei der Früherkennung ist ein Mittel dagegen. Alle sozialen Frühwarnsysteme, Vorsorgehilfen und Beratungsangebote können aus Sicht von Wissenschaftlern ebenso wie gute Kindergärten helfen. Betroffene müssen vor allem erst mal erreicht werden. Obwohl Eltern für Früherkennungs-Untersuchungen nichts dazuzahlen müssen, sinkt die Teilnahme der betroffenen ärmeren Familien trotzdem. Ministerin Schmidt ruft die Länder deshalb auf, Eltern verstärkt einzuladen.

Eltern-Kind-Bindung muss gestärkt werden


Schon rund um Schwangerschaft und Geburt sollten die Eltern nicht alleingelassen werden, fordert der Münchner Psychotherapeut Peter Lehndorfer: "Alle Maßnahmen, die dazu beitragen, eine gesicherte Eltern-Kind-Bindung entstehen zu lassen, sind immens wichtig." Schließlich ist für eine gesunde Entwicklung bereits die sichere, facettenreiche und intensive Bindung zwischen Eltern und Baby zentral.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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