Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit > ADHS und ADS >

ADS: Eine Studie zeigt, dass die Diagnose ADS/ADHS zunimmt. Woher kommt das?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Studie  

Zahl der ADS-Fälle nimmt zu

07.11.2008, 17:20 Uhr | ots; ruf

ADS: Eine Studie zeigt, dass die Diagnose ADS/ADHS zunimmt. Woher kommt das?. Hyperaktive Kinder sind für Eltern oft anstregend.

Hyperaktive Kinder sind für Eltern oft anstregend. (Bild: Archiv)

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) verzeichnete von 2004 bis 2007 - also in nur drei Jahren - eine Zunahme der Diagnose Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) um 50 Prozent. Waren im Jahr 2004 noch 21 von 1000 Jugendlichen betroffen, so lag die Zahl 2007 bereits bei 33 ADS-Diagnosen auf 1000 Jugendliche. Eine halbe Million Kinder und Jugendliche sind in Deutschland betroffen. Jungen erkranken dreimal so häufig wie Mädchen.

ADS Therapie durch Computerspiele?
ADS Immer mehr Fälle werden bekannt
Buchtipp ADS - So stärken Sie Ihr Kind

Reizüberflutung und mangelnde familiäre Zuwendung sind schuld

"ADHS ist keine Krankheit, die vom Himmel fällt. Vielmehr scheint es so zu sein, dass gesellschaftliche und psychosoziale Entwicklungen eine Rolle spielen - wie etwa Reizüberflutung, mangelnde Zuneigung, familiäre Konflikte und zu wenig körperliche Bewegung. Dem darf nicht nur mit Arzneimitteln begegnet werden", erklärt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH. Zuwendung, Freunde und Bewegung bei Spiel und Sport seien entscheidende Parameter. Dass in den modernen Industriegesellschaften etwas nicht stimme, zeige sich auch an anderen bedenklichen Entwicklungen bei Kindern und Jugendlichen wie etwa Übergewicht und dem steigenden Alkoholkonsum.

Elterntrainings und psychologische Betreuung vor Medikamenten

Um dem Phänomen ADHS zu begegnen, sei es notwendig, eine qualitativ hochwertige, leitlinienbasierte Diagnostik und Therapie in der ambulanten ärztlichen Versorgung sicherzustellen. So wie es auch ein neues Konzept der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vorsehe. "Eine medikamentöse Therapie sollte nicht im Vordergrund stehen. Körperorientierte und psychologische Maßnahmen haben absoluten Vorrang", so der KKH-Chef. Die Vorschläge für Eltern-Trainings sowie für einen Patientenpass mit individuellen Informationen und Daten seien sinnvoll.


Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige
Ähnliche Themen im Web

Shopping
Anzeige
congstar „Allnet Flat“ mit bis zu 2 GB Daten
zu congstar.de

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit > ADHS und ADS

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017