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Nabelschnurblut – nur Geschäft oder Vorsorge?

03.12.2008, 14:32 Uhr | Robert Scholz

Nabelschnurblut-Spenden an öffentliche Blutbanken: eine kostenfreie und sinnvolle Alternative.Nabelschnurblut-Spenden an öffentliche Blutbanken: eine kostenfreie und sinnvolle Alternative. (Bild: dpa)

Anwendung

Dies ist auch der Hintergrund für den entscheidenden Einwand der Gegner von privaten Stammzellbanken. Die Transplantation des eigenen Blutes im Krankheitsfall (autologe Transplantation), zum Beispiel bei Leukämie, ist hoch risikobelastet, da eben der genetische Defekt Leukämie mit ins Blut injiziert werden kann. Die Stammzellen werden heute routinemäßig nach Chemotherapien eingesetzt, um die Neubildung des Knochenmarks zu reaktivieren, welches wiederum die Blutbildung steuert. Allerdings sind dies Stammzellen von Fremdspendern, um eben dieses Risiko zu minimieren. Denn nicht alle Krebs auslösenden Veränderungen im Erbgut sind heute nachweisbar. Praktische Anwendungen gibt es bis heute nur wenige. Zwar werden im Zusammenhang mit der Züchtung einzelner Gewebeteile, vereinzelte Durchbrüche in der Transplantationsmedizin vermeldet, aber die Bedeutung der Stammzelle liegt heute in der Grundlagenforschung.

Entscheidungshilfen

Weltweit haben rund 1,3 Millionen Mütter ihr Plazentarestblut einfrieren lassen, in Deutschland mehr als 50.000, drei Viertel davon wählten dafür die Firma Vita34. Der Marktführer hatte 2005 einen Umsatz von 10,2 Millionen Euro. Jährlich kommen etwa 8.000 Aufträge hinzu, die Nachfrage steigt. ^Die private Lagerung von Nabelschnurblut wird von einer Reihe von renommierten Hämatologen als „Geschäftemacherei“ abgelehnt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das eigene Kind auch mit den eigenen so genannte Adulten Stammzellen in Berührung kommt, ist extrem unwahrscheinlich, so die Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantationen. Die Entwicklung geeigneter Anwendungen aus der Grundlagenforschung steckt noch in den Anfängen. Die Lagerung wird meist auf 20 bis 25 Jahre beschränkt. In einem Alter also, wo statistisch die meisten Volkskrankheiten noch nicht akut werden, werden die Proben vernichtet. Für einen Preis zwischen 2000 und 2500 EUR, ist die Hoffnung auf Heilung durch die eigene Zelle, entweder risikobelastet oder zu vage.

Spenden

Die Spende des Nabelschnurblutes an öffentliche Blutbanken ist allerdings eine kostenfreie und sinnvolle Alternative. Nicht nur, weil im Regelfall ohnehin eine Fremdspende für das Kind in Frage käme, sondern auch, weil damit die Forschungstätigkeit aktiv unterstützt wird. Das Blut würde einem forschenden Zweck dienen, statt 25 Jahre im Kälteschlaf zu ruhen. Die Stammzellbank wird durch die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung finanziell unterstützt. Die öffentlichen Stammzellbanken und weitergehende Informationen sind zu finden unter: http://www.nabelschnurblutbank.de/ueberuns/index.html.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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