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Kindersicherheit: Verbrühungen können lebensgefährlich sein

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Achtung heiß!

15.12.2008, 12:20 Uhr | mmh, dapd

Kindersicherheit: Verbrühungen können lebensgefährlich sein. Verbrühung: Lebensgefahr für Kleinkinder.

Verbrühung: Lebensgefahr für Kleinkinder. (Bild: Archiv)

Schon eine heiße Tasse kann für Kleinkinder lebensgefährlich sein. Und die Zahl der Verbrühungen nimmt dramatisch zu.

Zahl der Verbrühungen nimmt dramatisch zu

Schon eine Tasse heißen Tees reicht aus, um bis zu 30 Prozent der Körperoberfläche eines Kleinkindes zu verbrühen. "Das bedeutet Lebensgefahr", warnt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Heiße Flüssigkeiten führten schon ab 50 Grad Celsius zur Schädigung der Haut mit Blasenbildung. Temperaturen ab 60 Grad verursachten schwere Zerstörungen der Haut oft bis auf die Knochen.

Auf jeden Fall zum Arzt

Laut einer Studie des Landesgesundheitsamtes Brandenburg hat die Zahl der Verbrühungen und Verbrennungen bei Kindern unter zwei Jahren seit 2000 um 30 Prozent zugenommen. Jährlich verbrennen oder verbrühen sich in Deutschland Schätzungen zufolge rund 6.000 Kinder so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen. Etwa 50.000 müssen deshalb ambulant behandelt werden. Die Experten raten Familien mit kleinen Kindern dringend, Tassen oder Kannen mit heißen Getränken weit weg von der Tischkante abzustellen und am besten keine Tischdecken zu verwenden.

Risiko: Elektrokabel

Außerdem solle gut auf herabhängende Kabel von Wasserkochern geachtet, am besten auf den hinteren Herdplatten gekocht und Heißwasserregler nie auf "Heiß" gestellt werden. Bei einer Verbrennung oder Verbrühung müssten die verletzten Stellen sofort und am besten zehn bis 15 Minuten lang mit Wasser gekühlt werden. Das Wasser dürfe aber nicht kälter als 15 Grad Celsius sein, sonst bestehe Unterkühlungsgefahr. Eltern sollten nach der Erstversorgung auf jeden Fall zum Kinderarzt gehen und bei schwereren Verletzungen sofort den Notarzt rufen.

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