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Kinderschuhe: Unpassendes Schuhwerk gefährdet die Gesundheit

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Schuhe  

Unpassendes Schuhwerk gefährdet die Gesundheit

22.01.2009, 15:46 Uhr | sca, dapd

Viele Kinder tragen zu große Schuhe.Viele Kinder tragen zu große Schuhe. (Bild: Imago)Viele Eltern kaufen ihrem Nachwachs laut einer Studie unpassendes Schuhwerk. "Über 40 Prozent der Kinder tragen Schuhe, die teilweise ein bis drei Nummern zu groß sind", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Schuhinstituts (DSI), Manfred Junkert, am Donnerstag in Köln bei der Vorstellung des ersten deutschen Kinderfuß-Reports. Für die Studie im Auftrag des DSI hatten Forscher der Universität Potsdam über 20.000 Kinderfüße in Deutschland und der Schweiz vermessen. #

Schuhe zum Reinwachsen?

"Früher haben Eltern versucht, ein Paar Kinderschuhe einzusparen, indem die Kinder mit zu kleinen Schuhen unterwegs waren", sagte Junkert. Heute versuchten die Eltern Geld zu sparen, indem sie zu große Schuhe kauften und davon ausgingen, dass die Kinder "noch hinein wachsen". Dass Kinder möglichst passgenaue Schuhe tragen, sei allerdings besonders wichtig, erklärte Frank Mayer, Leiter der Studie und Direktor des Instituts für Sportmedizin in Potsdam. Sowohl zu kleines als auch zu großes Schuhwerk könnte zu Zwangshaltungen und Veränderungen der Gang- und Laufbewegungen führen. Ob Hammerzehen, Platt- und Spreizfüße - viele dieser Fußprobleme seien durch passende Schuhe im Kindesalter vermeidbar, erklärte auch Junkert.

Kinderfüße sind breiter geworden

Laut Studie sind Kinderfüße in den vergangenen Jahren tendenziell rund zwei Millimeter breiter geworden. Allerdings könne die Breite bei gleicher Länge stark schwanken, erläuterte Junkert ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Zwischen einzelnen Städten oder Landesteilen sind der Untersuchung zufolge keine Unterschiede bei Fußlänge, -breite oder Ballenumfang festgestellt worden. Ein Ziel der Studie war die Anpassung des so genannten Weiten-Maß-Systems (WMS) für Kinderschuhe, wie Junkert erklärte. WMS ermögliche die exakte Vermessung von Kinderfüßen; das Gütesiegel habe eine Marktabdeckung von über 50 Prozent. Künftig wird es DSI-Angaben zufolge sechs statt fünf Weitenmaßeinheiten geben, wodurch 90 Prozent der Kinder mit passenden Schuhen versorgt werden können.

Große Datenbasis

Für die repräsentative Untersuchung wurden den Angaben zufolge innerhalb von zwei Jahren die Füße von 10.773 Kindern bis zum 18. Lebensjahr vermessen. Durchgeführt wurden die Untersuchungen in 60 Orten in Deutschland und der Schweiz, dazu zählten Groß- und Kleinstädte wie auch ländliche Gebiete. Unter anderem in Schulen, Kindergärten oder bei Sportveranstaltungen sammelten sie die Daten. Gemessen wurden Länge, Breite und Ballenumfang der Füße, mit einem Scanner wurde die Fußform erfasst. Außerdem notierten die Wissenschaftler Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht der Kinder.

Tipps für den Schuhkauf

Suchen Eltern Schuhe für ihre Kinder aus, müssen sie fühlen. Die Zehen brauchen an der Schuhspitze ausreichend Platz. "Ungefähr eine halbe Daumenbreite ist gut", erklärte Renée Andrea Fuhrmann, Präsidentin der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk (D.A.F.) in Eisenberg (Thüringen) dem dpa- Themendienst. Damit Eltern richtig messen können, müsse das Kind stehen. Wichtig sei außerdem, dass die Kinder tatsächlich die Socken anhaben, die sie auch künftig in den Schuhen tragen werden.



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