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Koma-Saufen: Immer mehr Mädchen besaufen sich besinnungslos

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Alkoholkonsum  

Koma-Saufen: Erstmals mehr Mädchen behandelt

28.01.2009, 15:07 Uhr | sca, dpa

Koma-Saufen: Immer mehr Mädchen besaufen sich besinnungslos. Erstmals betranken sich mehr Mädchen als Jungen besinnungslos.

Erstmals betranken sich mehr Mädchen als Jungen besinnungslos. (Bild: Imago)

Immer mehr Kinder und Jugendliche landen nach Alkoholexzessen im Krankenhaus - erstmals betrinken sich dabei mehr junge Mädchen als Jungen besinnungslos. Mit 23.165 jungen Leuten zwischen 10 und 20 Jahren wurden 2007 so viele wie nie zuvor in Deutschland mit Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt, wie die Drogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl um 20 Prozent zu. Seit der ersten Erhebung im Jahr 2000 ist es ein Anstieg um 143 Prozent.

Rasanter Anstieg bei Mädchen

"Eine wirklich erschreckende Entwicklung ist der rasante Anstieg bei den Mädchen", so Bätzing. Fast 2000 Mädchen und mehr als 1800 Jungen zwischen 10 und 15 Jahren waren so stark betrunken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Zahl der betroffenen Mädchen habe sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt.

Verstöße müssen sanktioniert werden

Bätzing kritisierte, der Jugendschutz werde nicht genug beachtet. Der Verkauf von Alkohol an unter 16-Jährige ist verboten. "Die Selbstkontrolle der Alkoholwerbung muss deutlich verbessert werden und Verstöße müssen hart sanktioniert werden." Vor allem forderte sie ein strenges Vorgehen bei Werbung, die sich gezielt an Jugendliche richtet - "wie bei einigen Biermischgetränken".

Zu Testverkäufen aufgerufen

Die Drogenbeauftragte rief die Bundesländer dazu auf, nach dem Beispiel Niedersachsens unter Federführung der Polizei flächendeckende Testkäufe zu machen. Bei Testkäufen besorgen Jugendliche unter Aufsicht der Behörden Alkohol, um Verstöße von Händlern oder Gastronomen aufzudecken.

Steigende Kosten für Krankenkassen

Die Kosten für die Behandlung von Jugendlichen mit Alkoholrausch sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Das geht aus einer Umfrage des jungen WDR-Radios "1LIVE" unter den großen deutschen gesetzlichen Krankenkassen hervor. Demnach kostete die Behandlung von jungen Leuten unter 20 Jahre, die mit der Hauptdiagnose "akuter Rausch" ins Krankenhaus eingeliefert wurden, die befragten Kassen im Jahr 2007 rund 11,6 Millionen Euro. 2005 waren es noch 9,7 Millionen Euro. Damit sind die Ausgaben binnen zwei Jahren um 1,9 Millionen Euro gestiegen.

Enorme Hirnschädigungen

Schlimmer als für die Krankenkassen sind die Folgen aber für die Jugendlichen selbst. Experten warnen, dass ein Komarausch nicht mit einem normalen Rausch zu vergleichen ist. Die Schädigungen im Gehirn, die durch einen solchen Exzess entstehen, sind enorm und können sich auch langfristig auswirken. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, sieht ein Problem in der mangelnden Vorbildfunktion der Eltern.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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