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Spanien nimmt HPV-Impfstoff vom Markt

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Spanien nimmt HPV-Impfstoff vom Markt

13.02.2009, 11:58 Uhr | rev, AFP

Mädchen wird geimpft.Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ist stark umstritten. (Bild: Imago) Die spanischen Gesundheitsbehörden haben mehr als 70.000 Dosen eines Impfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs vom Markt genommen, nachdem zwei Mädchen nach der Impfung ins Krankenhaus mussten. Eines der beiden Mädchen aus der Region Valencia liege noch auf der Intensivstation, das andere sei am Wochenende entlassen worden, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörden von Valencia.

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Schon kurz nach der Impfung ins Krankenhaus

Die beiden Jugendlichen waren in der vergangenen Woche im Rahmen einer großangelegten Impfkampagne gegen das Humane Papillomavirus (HPV) geimpft worden, das Gebärmutterhalskrebs auslösen kann. Wenige Stunden nach der Impfung klagten sie über Unwohlsein und kamen ins Krankenhaus.

Impfstoff wird zurückgezogen

Bis zu einer Klärung des möglichen Zusammenhangs zwischen der Impfung und den Gesundheitsproblemen der Mädchen ordnete das Gesundheitsministerium an, alle 75.582 Dosen des HPV-Impfstoffes der Marke Gardasil aus der selben Produktionsmarge vorerst zurückzuziehen.

Jährlich erkranken 500.000 Frauen an HPV-bedingtem Krebs

Fünf Prozent aller Krebserkrankungen gehen auf menschliche Papillomaviren zurück, die beim Sex übertragen werden. An HPV-bedingtem Krebs erkranken jährlich weltweit 500.000 Frauen, in Deutschland sind es 6500 Fälle pro Jahr. Derzeit stehen zwei wirksame Impfstoffe bereit. Die Ständige Impfkommission in Deutschland rät seit März 2007 allen Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren zur Impfung gegen HPV.

Zwei Mädchen gestorben

Der Impfstoff ist in Deutschland bereits seit längerer Zeit umstritten. Besonders der Tod zweier Mädchen aus Deutschland und Österreich nach der Impfung verunsicherte 2007 viele Frauen, wenn auch laut Experten die Obduktion keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit der Impfung gezeigt habe. Andere Wissenschaftler stehen dem Impfstoff skeptisch gegenüber: Vor allem kritisieren sie, dass die Wirksamkeit bis zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend belegt ist. Zudem hilft der Impfstoff nicht bei allen Virentypen, die zu Gebärmutterhalskrebs führen können.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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