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Planschbecken & Gartenteich sichern - aber wie?

04.05.2009, 10:10 Uhr | ots, iri, dpa

Kinder am Wasser nie unbeaufsichtigt lassen!Kinder am Wasser nie unbeaufsichtigt lassen! (Bild: Imago)Wasser zieht Kinder magisch an. An Planschbecken, Gartenteich oder Regentonne können die kleinen Wasserratten herrlich spielen und spritzen. Allerdings kann selbst flaches Wasser zur Falle werden, gerade für kleine Kinder, die ihren Kopf noch nicht selbständig heben können.

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Ein paar Zentimeter Wassertiefe können lebensgefährlich sein

Wie man seinen Garten kindersicher macht erklärt Susanne Woelk von der Aktion 'Das Sichere Haus': "Man sollte sich darüber bewusst sein, dass schon eine seichte Vogeltränke für Kinder gefährlich sein kann, denn schon in ein paar Zentimetern Wassertiefe können Kinder ertrinken. Deswegen müssen Kinder in dem Moment wo Wasser im Garten ist, ständig beaufsichtigt werden. Auch wenn ich in meiner Nachbarschaft Kinder habe, dann sollte ich mir überlegen: Kann ich meinen Gartenteich noch ein bisschen sicherer machen."



Kinder am Planschbecken und Teich immer beaufsichtigen

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Planschbecken und Gartenteich so zu sichern, dass die Unfallgefahr deutlich sinkt, so Woelk: "Zum Beispiel sollte man das Planschbecken, sobald die Kinder raus sind, vollständig leeren. Wichtig ist auch, dass man das Planschbecken immer beobachtet. Wenn man mit mehreren Familien zusammen ist, sollte man immer absprechen, welcher Erwachsene für die Aufsicht zuständig ist. Wenn Sie einen Gartenteich haben, kann es beispielsweise hilfreich sein, eine Baustahlmatte unterhalb der Wasseroberfläche befestigen. Da werden die Kinder zwar nass, wenn sie ins Wasser fallen, aber sie ertrinken nicht."

"Verkehrssicherungspflicht" für Eigentümer und Mieter

Auch Tore und Durchgänge zum Grundstück sollten so gesichert sein, dass Kinder aus der Nachbarschaft nicht unbeaufsichtigt zum Wasser kommen. Anderenfalls muss man eventuell für Schadensfälle haften, sagt Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft: "Der Eigentümer eines Grundstücks beziehungsweise der dort wohnende Mieter hat eine so genannte "Verkehrssicherungspflicht" auf seinem Grundstück. Er muss dafür sorgen, dass dort niemand zu Schaden kommen kann. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass der Swimmingpool abgesichert werden muss, wenn die Gefahr besteht, dass Kinder aufs Grundstück kommen und dort hineinfallen könnten." Außerdem brauchen Haus- und Gartenbesitzer einen Haftpflichtschutz, so die Versicherungs-Expertin.

Nachbarn auf Gefahren hinweisen

Wer im eigenen Garten noch ein ungesichertes Planschbecken hat, sollte entweder den Garten einzäunen oder das Planschbecken abdecken, bevor ein Kind zu Schaden kommt. Und wenn der Nachbar beispielsweise seine Regentonne nicht vernünftig abdeckt - ansprechen und auf Gefahr hinweisen!

Bereits mit vier Jahren schwimmen lernen

Wichtig sei, dass Kinder möglichst frühzeitig schwimmen lernen, etwa mit vier Jahren. Nichtschwimmer dürften nur mit Schwimmhilfen ins Schwimmbecken und müssten auch dann ständig beobachtet werden. Geeignete Schwimmhilfen seien zum Beispiel Schwimmflügelchen mit zwei getrennten Luftkammern, erläutert die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG). Klettverschlüsse allein genügen bei den Flügelchen nicht, da diese plötzlich aufgehen können. Aufblasbare Wassertiere, Luftmatratzen und Reifen sind den Experten zufolge Spielsachen und bieten keinen Schutz im Wasser.

Kinder ertrinken leise

Laut der BAG unternehmen Kinder keine Rettungsversuche wie Zappeln oder Schreien, sie ertrinken leise. Nach einem Sturz ins Wasser kommen sie - anders als Erwachsene - nicht noch einmal nach oben. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern und andere Aufsichtspersonen die Kinder im Blick haben und schnell eingreifen können. Bei einem Atemstillstand des Kindes sollten sie sofort mit einer Mund-zu-Nase-Beatmung beginnen, bei einem Herzstillstand auch mit einer Herzmassage. Außerdem muss ein Notarzt gerufen werden. Dagegen bringe es wenig, durch Schütteln Wasser aus Lungen oder Magen zu entfernen. Das koste Zeit und helfe dem Kind nicht.

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