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Untergewicht bei Neugeborenen: Weichmacher schuld

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Schadstoffe  

Weichmacher steigern Risiko für Untergewicht

25.06.2009, 14:46 Uhr | Spiegel Online; hda, Spiegel Online, ddp

Weichmacher können bei Ungeborenen zu Untergewicht führen.Weichmacher können bei Ungeborenen zu Untergewicht führen. (Bild: Imago)Sind die vieldiskutierten Weichmacher im Kunststoff Schuld am niedrigen Gewicht Neugeborener? Darauf deuten die Ergebnisse einer chinesischen Studie hin. Die umstrittenen Substanzen stecken in vielen Kunststoffen und können ähnlich wirken wie Hormone.
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Weichmacher in Getränken und Lebensmitteln

Kunststoffe wie PVC wären ziemlich spröde und hart, wenn man ihnen nicht Weichmacher zusetzen würde. Dazu gehören auch die sogenannten Phthalate. Weil viele Verpackungen aus Kunststoffen bestehen, gelangt der Weichmacher in Getränke und Lebensmittel - und so auch in den menschlichen Körper. Auch in Kinderwagen wurde die Substanz nachgewiesen. Welche Risiken von Phthalaten ausgehen, haben jetzt chinesische Forscher untersucht.



Studie mit über 200 Neugeborenen

Renshan Ge von der Fudan-Universität in Shanghai analysierte Daten von insgesamt 201 Neugeborenen und ihren Müttern. Die Babys waren 2005 und 2006 zur Welt gekommen. 88 Kinder hatten ein unterdurchschnittliches Geburtsgewicht, 113 Kinder galten als normalgewichtig. Die Forscher testeten das mütterliche Blut, das Nabelschnurblut und den ersten Stuhl der Kleinen auf Phthalate. Ergebnis: In über 70 Prozent der Proben fanden sich entweder die Weichmacher selbst oder Stoffwechselprodukte davon, wobei die Kinder mit Untergewicht im Schnitt mit einer größeren Phthalat-Menge in Kontakt kamen als jene mit Normalgewicht.

Wirkung ähnlich wie bei Hormonen

Der Weichmacher könnte ein Risikofaktor für Untergewicht bei Neugeborenen sein, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Journal of Pediatrics". Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Gewicht und somit der Entwicklung der Kinder im Mutterleib und den Weichmachern sei damit aber nicht bewiesen. Die Studie trage jedoch zu der wachsenden Besorgnis in Bezug auf die weitverbreiteten Substanzen bei, die ähnlich wie Hormone wirken können und die Entwicklung Ungeborener im Tierversuch nachweislich beeinträchtigten.

Spätfolgen sind möglich

Neugeborene seien in China damit offenbar praktisch überall Weichmachern ausgesetzt, schließen die Forscher daraus. Besonders zwei Phthalat-Varianten scheinen dabei mengenabhängig mit einem niedrigen Geburtsgewicht assoziiert zu sein. Der Kontakt mit den Weichmachern im Mutterleib könnte auch die Gefahr von Komplikationen im Kindesalter sowie später die Wahrscheinlichkeit für Stoffwechselerkrankungen beeinflussen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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