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Aus bewegungsfaulen Kindern werden unsportliche Erwachsene

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"Eine Generation von Sofakartoffeln"

24.03.2010, 13:13 Uhr | dpa; rev, dpa

Wer sich schon als Kind vor jeder sportlichen Anstrengung drückt, ist einer Umfrage zufolge auch als Erwachsener wahrscheinlich ein Bewegungsmuffel. 44 Prozent der Erwachsenen in Deutschland bezeichneten sich bei der repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) als Sportmuffel oder gar "Antisportler". Die Entscheidung gegen ein "bewegtes Leben" sei meist schon in jungen Jahren gefallen. Wer als Kind aktiv war, bleibe es meist auch als Erwachsener. Für die Analyse wurden 1000 Menschen befragt.

Zu hoher Fernsehkonsum

Das Fernsehen sei die stärkste Konkurrenz für sportliche Aktivitäten. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen sehe jeden Tag mehr als zwei Stunden fern, ein Drittel der Kinder mehr als eine Stunde. "Vor dem Fernseher lernen die Kinder weder laufen noch sprechen", kritisierte der Vorstandschef der TK, Norbert Klusen. "Der Anteil der Kinder, die sprach- oder bewegungstherapeutische Hilfe bekommen, wird immer größer."

"Eine Generation von Sofakartoffeln"

Nicht einmal jedes zweite Kind komme noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule, erklärte Klusen. Fast 70 Prozent der Schulkinder seien weniger als eine Stunde täglich aktiv. "Dafür verbringen die Kinder immer mehr Zeit vor Fernseher, Computer und Spielkonsole. Hier wächst die nächste Generation von Sofakartoffeln heran."

Eltern in der Pflicht

Um dem entgegenzuwirken, sind insbesondere auch die Eltern gefragt. Schon zu viele Erwachsene sind sich nicht bewusst, wie wichtig ausreichend Bewegung für ihre Gesundheit ist. Dabei ist es gerade ihre Aufgabe, das auch ihren Kindern zu vermitteln. Stattdessen fällt es vielen schwer, sich selbst und ihren Nachwuchs zu motivieren, obwohl es eigentlich ganz einfach ist, Bewegungsspiele in den Alltag einzubauen und selbst alltägliche Abläufe spielerisch zu verpacken. So können beispielsweise Spaziergänge vom Stadtpark in den Wald oder aufs Feld verlegt werden, wo für die Kinder Anreize zum Toben, Verstecken, Balancieren und Werfen quasi am Wegrand liegen.

Wie viel TV-Zeit ist tolerierbar?

Auch was den übermäßigen Fernsehkonsum vieler Kinder angeht, sind die gefordert. Es sind klare Absprachen zwischen Kindern und Eltern notwendig, die die Dauer des TV-Konsums und den Zeitpunkt des Fernsehens betreffen. Die folgende Tabelle gibt Richtwerte, wie viel Zeit Kinder maximal täglich vor dem Fernseher verbringen sollten. Viele Experten sind aber auch der Ansicht, dass Kinder unter drei Jahren gar kein Fernsehen sollten, weil sie noch sehr mit ihrer direkten Umgebung beschäftigt sind und die Inhalte im Fernsehen noch nicht verarbeiten können.

Alter

Empfohlener Konsum

Realer Konsum

0-2 Jahre

maximal 20 Minuten

58 Minuten

3-5 Jahre

maximal 30 Minuten

75 Minuten

6-9 Jahre

maximal 60 Minuten

92 Minuten

10-13 Jahre

maximal 90 Minuten

108 Minuten

*Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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