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Unruhiges Sitzen  

Stillsitzen macht dumm - Zappeln schlau!

17.02.2009, 13:44 Uhr | rev, mmh, dpa

. Mädchen sitzt gelangweilt am Tisch.

Beim Stillsitzen gelangt weniger Sauerstoff ins Blut. Als Folge nimmt die Konzentration ab. (Bild: Imago)

Zappeln ist gleich hyperaktiv? Nein, zappeln ist gesund und macht schlau - in Maßen. Je länger ein Schüler still sitzt, desto unaufmerksamer wird er. Unruhiges Sitzen dagegen kurbelt die Sauerstoff-Versorgung an - und das wirke sich auch auf die Konzentration aus, erklärt Dieter Breithecker von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden. Doch wo sind die Grenzen? Was sind Anzeichen für ADHS und was ist einfach gesunder Bewegungsdrang? "Lass den Philipp doch mal zappeln", lautet sein Appell daher an Eltern und Lehrer, aber trotzdem die ADS-Symptome kennen.

Zappeln fördert die Durchblutung

Gemeinsam mit Forschern von der Universität Saarbrücken hat Breithecker untersucht, wie sich nach vorn, hinten und zur Seite bewegliche Sitzflächen auf den Körper von Jugendlichen auswirken. Dazu maßen sie mit einer Wärmebildkamera die Oberkörperdurchblutung und verglichen die Werte mit einer im Schulunterricht stillsitzenden Kontrollgruppe. Heraus kam, dass die inneren Organe und vor allem der Halsbereich der zappelnden Schüler wesentlich stärker durchblutet war.

Beim Stillsitzen schweifen die Gedanken ab

"Bei einem traditionellen Stuhl sackt der Körper irgendwann zusammen", sagt der Experte. "Der Rücken wird rund, die Schultern fallen nach vorn, Bauch und Lunge werden zusammengepresst." Der Sitzende gebe damit aber nicht nur seine äußere, sondern auch seine innere Haltung auf. Denn in der Folge atmet er weniger tief, und weniger Sauerstoff gelangt in sein Blut. Das wirkt sich auf das Gehirndurchblutung aus: Die Aufmerksamkeit lässt nach, die Gedanken schweifen ebenso wie der Blick ab.

Bewegung im Sitzen wie im Stehen wichtig

Kinder kompensieren dies laut Breithecker oft, in dem sie mit dem Stuhl kippeln oder auf dem Sitz hin- und herrutschen - also unbewusst das tun, was oft mit dem Begriff "Zappelphilipp" umschreiben wird. Stehende Erwachsene bewegten sich aus ähnlichen Gründen oft ebenfalls ähnlich unbewusst. "Und das ist auch im Sitzen wichtig."

"Unruhiges" Sitzen erhöht Konzentration

Anhand der Messergebnisse lässt sich Breithecker zufolge eine ganze Wirkungskette erstellen: "Das 'unruhige', dynamische Sitzen löst mehr Muskelkontraktionen aus, das wiederum fördert die Durchblutung und bringt damit mehr Sauerstoff ins Hirn - der Schüler ist wacher und seine Konzentration höher."

ADS-Symptome erkennen

Das bedeutet: Nicht jedes Kind, das zappelt ist hyperaktiv. Also keine Panik und Überreaktionen. Doch die Grenze zwischen Zappeln, Unruhig sein und einer Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADS) oder Hyperaktivität (ADHS) ist schmal. Eltern sollten die ADS-Symptome kennen, im Blick behalten und nachforschen, wenn das Kind auffallend unorganisiert, unordentlich oder unkonzentriert ist, sich schnell ablenken lässt, Details nicht wahrnimmt, nicht zuhört, wenn man mit ihm spricht, oft Sachen vergisst oder verliert oder in der Schule ein Einzelgänger ist. Treffen diese Symptome zu, sollten sich Eltern an Lehrer, Erziehungsberatung oder an den Arzt wenden und ihre Beobachtungen besprechen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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