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RS-Viren: Achtung bei pfeifender Atmung bei Kleinkindern

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Infekt  

Achtung bei pfeifender Atmung: Infektverdacht

17.11.2008, 17:12 Uhr | mmh, dpa

RS-Viren: Achtung bei pfeifender Atmung bei Kleinkindern. RS-Viren auch auf Spielsachen.

RS-Viren auch auf Spielsachen. (Foto: Archiv)

Schnelles Atmen oder pfeifende Geräusche beim Luftholen können bei Kleinkindern erste Anzeichen für einen schweren Atemwegsinfekt sein. Gerade in der kalten Jahreszeit stecken sich Kinder unter zwei Jahren häufig mit so genannten RS-Viren an, warnen die Lungenärzte vom Bundesverband der Pneumologen (BdP) in Heidenheim.

Pfeifende Atmung bei Kleinkindern ernst nehmen

RS-Virus steht für den englischen Begriff Respiratory Syncitial Virus. Die hochansteckenden Erreger können demnach lebensbedrohliche Infektionsverläufe mit schwerer Lungenentzündung auslösen. Gefährdet sind vor allem kleine Kinder mit chronischen Lungenerkrankungen oder einem angeborenen Herzfehler und solche, die zu früh oder mit zu geringem Gewicht geboren wurden. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion, über mit Viren verunreinigte Gegenstände oder auch über die Hände. Das RS-Virus kann beispielsweise 20 Minuten auf nicht desinfizierten oder ungewaschenen Händen überleben und bis zu sieben Stunden auf Kunststoffoberflächen beispielsweise von Spielsachen. Um das Ansteckungsrisiko zu senken, ist es ratsam, sich vor jedem Kontakt mit dem Baby die Hände mindestens eine Minute lang zu waschen. Auch die Spielzeuge sollten regelmäßig gereinigt werden. Wer schon erkältet ist, meidet den Kontakt zum Kleinkind besser ganz.

Händewaschen mindert Übertragungsrisiko

Nach Angaben des Verbandes gehen im Säuglingsalter etwa die Hälfte der Lungenentzündungen - also die Entzündung der Lungenbläschen - und bis zu 90 Prozent der Entzündungen in den feinsten Bronchienverästelungen auf RS-Viren zurück.

Besonders Säuglinge sind gefährdet

Besonders Säuglinge können nach Angaben des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte asthmaähnliche Bronchitiden und Lungenentzündungen entwickeln. Atmen erfordere dann sehr viel Kraftaufwand. Häufig könnten erkrankte Kinder nur in der Klinik behandelt werden. Aber auch in leichteren Fällen sei eine Inhalationstherapie mit atemwegserweiternden und -abschwellenden Medikamenten notwendig, berichtet Verbandssprecher Ulrich Fegeler.

Stillen wird erschwert

Babys erschöpfe das Atmen teilweise so sehr, dass sie nicht mehr gestillt werden könnten. Zudem verliere der Körper durch das Fieber viel Flüssigkeit, so dass Eltern auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr der Kinder achten müssten. Bei einfacheren Verlaufsformen helfen laut Fegeler meist abschwellende Nasentropfen und das Hochlagern des Oberkörpers, um die Atemwege frei zu halten und die Atemarbeit zu erleichtern. Wichtig sei, dass das Zimmer nicht zu warm ist und ansonsten gut gelüftet wird.

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