Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit >

Zahnmedizin: Kritik an zu wenig Hilfe bei schiefen Zähnen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Zahnmedizin  

Zahn- und Kieferfehlstellungen rechtzeitig behandeln

07.09.2010, 09:58 Uhr | dpa

Zahnmedizin: Kritik an zu wenig Hilfe bei schiefen Zähnen. Kieferorthopäde behandelt einen Jungen.

Zahn- und Kieferfehlstellungen sollten möglichst früh behandelt werden. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Kleine Kinder erhalten nach Expertenansicht in Deutschland zu wenig Hilfe gegen schiefe Zähne. "Der Entstehung vieler Fehlstellungen sollte schon im Milchgebissalter vorgebeugt werden", sagt die Rostocker Professorin für Kieferorthopädie, Franka Stahl de Castrillon. Eltern würden aber kaum über die Folgen des Lutschens, fehlerhafte Ernährungsgewohnheiten oder erste Fehlstellungen im Milchgebiss aufgeklärt. Gleichzeitig neigten die Krankenkassen immer mehr dazu, erste notwendige Behandlungen aufschieben zu wollen. Die Folgen einer zu späten Behandlung können aber schmerzhaft und teuer werden.

Aufgeschobene Behandlungen können teuer werden

Wenn sich Gebisse unbehandelt in eine "nicht normale Richtung" entwickelten, müssten viele Kinder später feste Zahnspangen tragen. Diese Behandlungen von meist Zehn- bis Zwölfjährigen koste im Schnitt rund 4000 Euro, die Therapien mit losen Spangen bei kleineren Kindern dagegen nur rund 1000 Euro. Müssten Erwachsene wegen Zahn- und Kieferfehlstellungen und daraus resultierender Schmerzen und komplexer Krankheitsbilder operiert werden, kämen leicht Kosten von mehr als 10 000 Euro zusammen.

Rückenschmerzen wegen schiefer Zähne

Inzwischen würden Patienten von Orthopäden und anderen Ärzten häufiger zu Zahnärzten oder kieferorthopädischen Praxen überwiesen. Diese Patienten haben nach teils jahrelangen fehlgeschlagenen Behandlungen einen hohen Leidensdruck. "Mit der Korrektur von Zahnfehlstellungen sind viele Leiden zu beheben", betont die Kieferorthopädin.

In Deutschland ist nach Worten des Rostocker Sportmediziners Frank Bartel der Zusammenhang zwischen chronischen Rückenschmerzen und zahnmedizinischen Ursachen zu wenig bekannt. Unterschätzt werde dabei insbesondere die zentrale Stellung der Kiefermuskeln. Sie sind die stärksten Muskeln des menschlichen Körpers. Schon bei einer Verschiebung von wenigen Millimetern reagiert der Körper mit einer schiefen Haltung des Kopfes und einer veränderten Kautechnik. Die Folgen seien Verspannungen, die sich wellenförmig über den Rücken bis ins Kniegelenk fortsetzen können. Rund drei Prozent der Bevölkerung hätten eine Störung beim Zusammenspiel von Schädel und Kiefer, sagt Bartel.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017