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Impfungen  

Neue Impfstoffe sollen Kinderleben retten

21.09.2010, 09:12 Uhr | t-online.de, dpa

Impfungen: Neue Impfstoffe sollen Kinderleben retten. Eine Spritze wird für die Injektion vorbereitet.

Impfungen gegen Lungenentzündung und Durchfall sollen die Kindersterblichkeit senken. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Zwei neue Impfstoffe sollen einer Million Kinder im Jahr das Leben retten. Lungenentzündungen und Durchfall sind derzeit die größten Ursachen für den Tod von Kindern unter fünf Jahren in Entwicklungsländern. Dort entfielen auch heute noch 22 Prozent kleinkindlicher Todesfälle auf Lungenentzündungen und 18 Prozent auf Durchfall, obwohl die Impfstoffe schon länger verfügbar sind, klagt der UNICEF-Direktor Anthony Lake.

Gavi Allianz versorgt Entwicklungsländer mit Impfstoffen

"Impfungen gehören zu den wirksamsten Instrumenten im Gesundheitswesen", sagt auch die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan. Die Gavi Allianz, eine globale Partnerschaft zwischen der WHO, UNICEF, der Weltbank, der Bill und Melinda Gates Stiftung und der pharmazeutischen Industrie, soll die ärmsten Länder der Welt mit den Impfstoffen versorgen.

Mit Impfstoffen Millenniumsziele erreichen

Nach Worten von Chan stimmen alle Partner der Organisation darin überein, dass "die neuen Impfstoffe gegen Lungenentzündungen und Durchfall entscheidend zur Erfüllung der Millenniumsziele beitragen können". Unter diese Ziele fällt unter anderem die Senkung der Kindersterblichkeit von Unter-Fünf-Jährigen zwischen 1990 und 2015 von 10,6 auf 3,5 Prozent.

Weitere lebensrettende Impfungen geplant

Die Gavi Allianz hat seit ihrer Gründung vor zehn Jahren eigenen Angaben zufolge für 250 Millionen Kinder lebensrettende Impfstoffe zur Verfügung gestellt. Damit habe sie schätzungsweise 5,4 Millionen Kinder vor gefährlichen Kinderkrankheiten geschützt, sagt der Geschäftsführer der Organisation Julian Lob-Levyt.

In den kommenden Jahren hofft die Allianz, die Ärmsten der Welt auch gegen das krebserregende Human Papillomavirus (Virus HPV) sowie gegen die Hirnhautentzündung Meningitis A, Röteln und Typhus impfen zu können, sagt Chan.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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