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Schadstoffe: Bisphenol A - so mindern Eltern das Risiko für ihre Kinder

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Bisphenol-A  

Bisphenol A - so mindern Eltern das Risiko für ihre Kinder

13.10.2010, 11:41 Uhr | cst, ots

Schadstoffe: Bisphenol A - so mindern Eltern das Risiko für ihre Kinder. Bisphenol-A: Baby mit Schnuller.

Eltern sollten auf Bisphenol-A-freie Baby-Produkte achten. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Viele Plastik- und Babyprodukte sind mit Bisphenol-A belastet. Bisphenol-A ist eine hormonell wirksame Chemikalie und steht im Verdacht, unfruchtbar zu machen, die Gehirnentwicklung zu schädigen und Krebs auszulösen. Dr. Andreas Gies vom Umweltbundesamt gibt Ratschläge, wie Familien sich schützen können.

Industrie soll auf BPA verzichten

Bisphenol A (BPA) ist ein Grundstoff für die Herstellung des Kunststoffs Polycarbonat, der sich zum Beispiel in Plastikbesteck, Nuckelflaschen, Babytassen und Schnullerschilden befindet, aber auch in Getränkeverpackungen oder in der Innenbeschichtung vieler Dosen. Gleichzeitig ist BPA eine hormonell wirksame Chemikalie, die im Organismus ähnlich wie das Geschlechtshormon Östrogen wirkt. In der Zeitschrift Eltern fordert Dr. Andreas Gies, Leiter der Abteilung Umwelt und Gesundheit im Umweltbundesamt, die Industrie auf, auf die Nutzung von BPA zu verzichten.

Östrogenähnlicher Stoff verursacht Krankheiten

BPA soll die Gehirnentwicklung schädigen und sogar Krebs und Unfruchtbarkeit auslösen. So entwickelten in Studien Mäuse nach Gabe der Chemikalie eine vergrößerte Prostata, wurden früher geschlechtsreif oder zeigten schlechtere Spermienqualität. Hormonell wirksame Chemikalien wie Bisphenol-A sind besonders für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich. Ihre Körper können Schadstoffe noch nicht gut abbauen. Außerdem könnten die Stoffe die Entwicklung der Kinder stören, befürchten Fachleute.

In Deutschland noch nicht verboten

Über ein gesetzliches BPA-Verbot in Deutschland wird noch gestritten. Anders als in Dänemark und Frankreich - dort ist die Verwendung in Produkten für Kinder mittlerweile untersagt. Noch ordnet die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bei Kindern eine tägliche Aufnahme von 50 Millionstelgramm pro Kilogramm Körpergewicht als unbedenklich ein. Gesundheitsexperte Gies: "Wir halten selbst ein Millionstelgramm pro Kilogramm Gewicht pro Tag für viel zu hoch!"

Hersteller reagieren schon

Mehrere Hersteller in Deutschland hatten Ende 2009 allerdings Schnuller mit Bisphenol A aus dem Sortiment genommen. Sie reagierten damit auf eine Untersuchung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die in einer Reihe von Baby-Schnullern BPA nachgewiesen hatte. Der BUND fordert ebenfalls, Bisphenol A in Babyartikeln und in Produkten, die Kontakt mit Lebensmitteln haben, generell zu verbieten.

So erkennt man BPA-freie Produkte

So lange es kein Verbot gibt, rät der Experte Eltern zu dieser Vorgehensweise: "Viele Hersteller bieten mittlerweile BPA-freie Plastikgegenstände an und kennzeichnen sie entsprechend - achten Sie auf Hinweise wie 'BPA-frei'. Umgekehrt sind BPA-haltige Produkte aus Polycarbonat normalerweise an einem in ein Pfeildreieck eingeprägten Zeichen '7 PC' zu erkennen."

Auf Glas und Porzellan ausweichen

Mütter und Väter, die absolute Sicherheit wollen, sollten ganz auf Glas und Porzellan ausweichen. Gies: "Beides kann man erhitzen, scheuern, mit etwas Saurem füllen und so weiter, ohne dass Schadstoffe frei werden. Ergänzend ist es ratsam, möglichst frische, unverpackte Lebensmittel zu kaufen und für vielseitige Ernährung zu sorgen. Der Grund: Je abwechslungsreicher der Speiseplan, desto geringer ist das Risiko, viel von einem Schadstoff aufzunehmen."

Ganz wichtig: Trinkflaschen sollten nie in der Mikrowelle erhitzt werden, denn dann wird BPA in die Nahrung freigesetzt.

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