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Rauschgiftspuren bei Kindern von Drogenabhängigen

04.05.2011, 14:35 Uhr | dpa

Rauschgiftspuren bei Kindern von Drogenabhängigen. Haarproben geben Aufschluss über Drogenkonsum - auch schon bei Kindern. (Foto: imago)

Haarproben geben Aufschluss über Drogenkonsum - auch schon bei Kindern. (Foto: imago)

Bei einer Reihenuntersuchung von Kindern drogenabhängiger Eltern in Bremen sind in 23 von 28 Haarproben erneut Rückstände von Rauschgift entdeckt worden. Von niedrigen bis zu hohen Konzentrationen seien Cannabis, Kokain, Amphetamine, Heroin oder auch Methadon bei den ein bis drei Jahre alten Kindern von Eltern in Drogenersatzprogrammen (Substitution) festgestellt worden, teilte Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) mit.

Woher kamen die Drogenspuren?

Die Ergebnisse sagen nach Angaben des Leiters der Untersuchung, Professor Fritz Pragst von der Berliner Charité, nichts darüber aus, ob die Drogen den Kindern gegeben wurden oder auf anderem Wege ins Haar kamen. In sieben Fällen habe es aber bedenkliche Ergebnisse gegeben, bei denen teilweise eine bewusste Weitergabe der Drogen an die Kinder wahrscheinlich sei. Letztlich könne sich dies aber mit einer Haarprobe nicht nachweisen lassen. Die Rauschgiftspuren könnten auch über Rauch, Schweiß oder Staub entstanden sein.

Bremen prüft jeden Fall

Zuvor waren bereits bei 14 Kindern Haaranalysen positiv aufgefallen. Im Jahr 2006 war in Bremen die Leiche des kleinen Kevin im Kühlschrank seines drogenabhängigen Ziehvaters gefunden worden. "Wir werden jedem Einzelfall nachgehen", sagte Rosenkötter. Künftig seien viertel- oder halbjährig Haarproben von Kindern geplant, die bei Eltern in Substitutionsprogrammen leben. In Bremen gibt es nach Angaben des Sozialressorts 150 Kinder, deren Eltern in einem Methadon-Programm sind. 50 seien aus den Familien rausgenommen worden.


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