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Zecken möglichst nah an ihrer Einstichstelle fassen

09.05.2011, 10:26 Uhr | dpa-tmn

Zecken möglichst nah an ihrer Einstichstelle fassen. Kinder, die sich in Süddeutschland aufhalten oder dort leben, sollten gegen die FSME- Krankheit geimpft werden. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Kinder, die sich in Süddeutschland aufhalten oder dort leben, sollten gegen die FSME- Krankheit geimpft werden. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Hat sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Zecke an ein Kind geheftet, sollten Eltern sie möglichst rasch mit einer speziellen Kunststoff-Pinzette entfernen. "Dehnen Sie die Haut vorsichtig im Bereich der Zecke, fassen Sie die Zecke im Kopfbereich so nah wie möglich an der Haut des Kindes und ziehen Sie sie dann senkrecht vorsichtig heraus", erklärt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. "Den Körper der Zecke sollten Sie am besten nicht drücken oder quetschen, da sich das Spinnentier dann möglicherweise übergibt und eventuell viren- oder/und bakterienhaltiger Speichel beziehungsweise Darminhalt in die Blutbahn des Kindes gerät."

Zecke könnte sich entleeren

Das ist gefährlich, weil die Zecke mit Borreliose- oder in manchen Regionen mit dem Erreger der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) infiziert sein kann. Eltern sollten die Zecke aus diesem Grund auch nicht mit Alkohol, Feuer, Klebstoff oder Öl behandeln: Diese Stoffe führen dazu, dass das Tier sich entleert. Eine anschließende Desinfektion der Stichstelle ist aber ratsam.

Borrelien wandern durch den Rüssel der Zecke

FSME-Viren befinden sich in der Speicheldrüse der Zecke und können schon nach wenigen Minuten übertragen werden. Borrelien wandern erst zwölf bis 24 Stunden nach dem Zeckenstich durch den Rüssel der Zecke in den menschlichen Körper. "Wenn Reste von der Zecke in der Haut zurückbleiben, sollte das Kind in jedem Fall zum Kinder- und Jugendarzt", betont Fegeler.

Grippeähnliche Symptome könnten erste Anzeichen einer Borreliose sein

"Auch wenn sich Tage bis Wochen nach dem Stich ein roter Fleck bildet, der nach innen hin blasser wird und sich ausdehnt, ist ein Besuch in der Praxis angeraten." Denn das könnten Anzeichen für eine Infektion mit Borreliose sein. "Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Erbrechen, Muskel- und Gelenkschmerzen können möglicherweise mit einer Borreliose-Erkrankung, aber auch mit einer FSME-Erkrankung zusammenhängen", erläutert Fegeler.

FSME-Erkrankung löst neurologische Beschwerden aus

Seltener, aber gefährlicher ist die FSME-Erkrankung. Hier können nach einer anscheinend gesunden Periode von ein bis 20 Tagen neurologische Beschwerden wie Bewusstseinsstörungen oder Lähmungen, Hirnhautentzündung (Meningitis), Hirn- und Hirnhautentzündung (Meningoenzephalitis) und eine Rückenmarkentzündung (Meningoenzephalomyelitis) folgen.

FSME-Impfung wird empfohlen

Für Kinder, die in Risikogebieten zum Beispiel in Süddeutschland leben oder sich dort eventuell aufhalten wollen, empfiehlt sich deshalb eine FSME-Impfung. Gegen Borreliose gibt es keine Immunisierung, im Erkrankungsfall werden Antibiotika eingesetzt.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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