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Gesichtslähmung  

Borreliose kann bei Kindern zur Gesichtslähmung führen

09.11.2011, 14:21 Uhr | dpa

Borreliose kann bei Kindern zur Gesichtslähmung führen. Eine Gesichtslähmung bei Kindern kann auf Borreliose zurückzuführen sein.

Eine Gesichtslähmung bei Kindern kann auf Borreliose zurückzuführen sein.

Eine ein- oder beidseitige Gesichtslähmung kann bei Kindern Folge einer Borreliose-Infektion sein. "Bei lähmungsartigen Erscheinungen im Gesicht sollten Eltern mit ihrem Kind immer zum Kinder- und Jugendarzt, um die Ursache zu klären. Diese kann von Beeinträchtigung des Gesichtsnervs zum Beispiel durch Kälte oder auch Viren bis hin zu Tumoren reichen", erläutert Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln.

Gesichtslähmung bildet sich meistens schnell wieder zurück

In den meisten Fällen sei eine Gesichtslähmung harmlos und bilde sich nach einigen Wochen wieder zurück. "Im Vordergrund steht die Behandlung von Begleiterscheinungen wie der Schutz eines trockenen, ungeschützten Auges, wenn sich das Lid nicht mehr schließen lässt", sagt Fegeler. "Liegt eine Borreliose vor, muss sie antibiotisch bekämpft werden."

Borreliose-Bakterien befallen Hirnnerv bei Kindern

In Europa weisen Fegeler zufolge viele Patienten in den ersten Wochen nach einer von Zecken übertragenen Borreliose-Infektion oft kaum Krankheitszeichen auf. Oder sie bemerken nur unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen oder Fieber. "Erst in der zweiten Phase der Erkrankung - meist ein bis mehrere Monate nach dem Zeckenstich - verursacht eine Ausbreitung des Borreliose-Erregers im Körper zum Beispiel an den Gelenken oder an den Nerven dann stärkere Beschwerden."

Am häufigsten befielen die Bakterien bei Kindern den VII. Hirnnerv, der für die Mimik verantwortlich ist. Dadurch könne die Gesichtslähmung (Fazialisparese) ausgelöst werden. Im Nordosten Amerikas, wo Lyme-Borreliose stark verbreitet ist, gilt eine Borreliose-Infektion als Hauptauslöser für eine Gesichtslähmung bei Kindern.

Bis zu drei Pozent der Zeckenbisse führen zu Borreliose

In Deutschland können je nach Region etwa fünf bis 35 Prozent der Zecken Borreliose-Erreger übertragen. Etwa zwei bis drei Prozent der Menschen, die von einer Zecke gebissen wurden, bekommen Borreliose. Die für eine Borreliose-Infektion typische Wanderröte - ein roter Ring auf der Haut, der seine Position verändern kann - ist nicht immer eindeutig erkennbar. Und sie zeigt sich auch nicht in allen Fällen.

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