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Krebs: Verbesserte Therapien für Kinder mit Hirntumoren

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Verbesserte Therapien für Kinder mit Hirntumoren

23.03.2012, 11:16 Uhr | Christiane Löll, dpa

Krebs: Verbesserte Therapien für Kinder mit Hirntumoren.  (Quelle: dpa)

Der Hamburger Kinderonkologe Stefan Rutkowski sieht gute Therapiechancen für krebskranke Kinder. (Quelle: dpa)

Wird bei einem Kind ein Hirntumor entdeckt, so ist das für die Eltern ein Schock. "Bei dieser Diagnose ändert sich das Leben der gesamten Familie meist schlagartig, auch wenn die Heilungschancen oft gar nicht so schlecht sind. Durch verbesserte Therapien kann jedoch die Mehrzahl der Kinder geheilt werden", sagt der Hamburger Kinderonkologe Professor Stefan Rutkowski im dpa-Interview.

Wie häufig sind Hirntumoren im Kindesalter, und welche Arten gibt es?

Rutkowski: In Deutschland erkranken jährlich mehr als 400 Kinder und Jugendliche an einem Hirntumor. Nach der Leukämie ist es die zweithäufigste Krebsart bei Kindern. Der häufigste Hirntumor bei Kindern ist vergleichsweise gutartig und kann in allen Gehirnregionen vorkommen, je nach Lage im Gehirn kann er gut operiert werden. Der zweithäufigste, das Medulloblastom, ist ein bösartiger Hirntumor und geht vom Kleinhirn aus. Ein weiterer häufiger Tumor geht von den Auskleidungen der Hirnkammern aus.

Wie gut sind bei einem Hirntumor die Heilungschancen bei Kindern?

Rutkowski: Schert man alle über einen Kamm, dann werden 60 bis 70 Prozent der Kinder gesund. Es gibt natürlich Untergruppen, da liegt die Prognose nur bei 20 Prozent Heilungschance, bei anderen bei 80 bis 90 Prozent. Das kommt auch immer darauf an, wie früh solch ein Tumor erkannt wird. Durch Therapieverbesserungen kann jedoch insgesamt die Mehrzahl der Kinder geheilt werden. Daher befassen wir uns verstärkt mit der Reintegration der Kinder nach den meist langjährigen Therapien, sowie der Erkennung und Vermeidung von Spätfolgen durch die Strahlen- oder Chemotherapie.

Wie können sich solche Spätfolgen äußern, und wodurch werden sie verursacht?

Rutkowski: Die Ursachen sind vielfältig, es können Intelligenzdefizite auftreten, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Verlangsamungen, Seh- und Hörstörungen, aber auch Störungen des Hormonhaushaltes und Unfruchtbarkeit, sowie Zweittumoren. Die Bestrahlung des gesamten Gehirns gilt beispielsweise als Hauptursache für spätere Beeinträchtigungen der geistigen Fähigkeiten. Diese Art der Bestrahlung muss aber nach derzeitigem Kenntnisstand bei manchen Tumoren erfolgen, damit sie nicht wieder nachwachsen.

Beim Medulloblastom haben wir beispielsweise für Kleinkinder eine Therapievariante mit einer neuartigen Chemotherapie als Ersatz für eine Bestrahlung etabliert. Studien zeigen, dass die Kinder nach zehn Jahren weniger Einschränkungen ihrer geistigen Fähigkeiten haben.

Wie kann man eigentlich einen Hirntumor erkennen?

Rutkowski: Zum Einen liegen oft ganz unspezifische Beschwerden vor, Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen. Dafür gibt es natürlich auch eine ganze Reihe von harmlosen Gründen. Wenn solche Beschwerden fortbestehen, oder wenn es zusätzlich zu Seh- oder Gleichgewichtsstörungen oder anderen Nervenausfällen kommt, sollten niedergelassene Kollegen an einen Hirntumor denken.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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