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Übergewicht bei Kindern: Fettleber und Arterienverkalkung drohen

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Fettleber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen  

Übergewicht lässt Kinder verfetten und verkalken

18.09.2017, 11:27 Uhr | lk, dpa-tmn

Übergewicht bei Kindern: Fettleber und Arterienverkalkung drohen. Übergewicht bei Kindern: Organ- und Gefäßschäden entwickeln sich schon in jungen Jahren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/kwanchaichaiudom)

Übergewicht bei Kindern: Organ- und Gefäßschäden entwickeln sich schon in jungen Jahren. (Quelle: kwanchaichaiudom/Thinkstock by Getty-Images)

Übergewicht bei Kindern kann Organe und Blutgefäße schädigen und das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen. Schon dicke Kinder können eine Fettleber bekommen, warnen Ärzte. Außerdem raten sie bei stark übergewichtigen Kindern zu einer Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader, um Verkalkungen frühzeitig zu erkennen.

Einst waren Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, hoher Cholesterinspiegel und Fettleber vorwiegend Altersleiden, verursacht durch jahrzehntelangen ungesunden Lebensstil. Alarmierend ist, dass zunehmend Kinder und Jugendliche davon betroffen sind, beziehungsweise erste Symptome entwickeln. Die Hauptursachen sind Übergewicht, ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung.

Es sei heute leichter, sich ungesund zu ernähren als zu gesunden Lebensmitteln zu greifen, kritisiert Professor Peter Galle, Vorstandsmitglied der Gastro-Liga – einem Fachverband zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber. Extrem kalorienhaltige und industriell verarbeitete Lebensmittel seien billiger und schneller auf dem Tisch als Salat, Gemüse oder Obst.

Fettleber kann später zu Leberkrebs führen

Die Folgen können irreparabel sein. Wenn sich schon in jungen Jahren eine Fettleber bildet, drohen später Leberzirrhose oder Leberkrebs. Auch die Gefahr von Schlaganfällen und Herzinfarkten steigt. Nach Angaben des Vereins Gastro-Liga hat etwa die Hälfte aller Übergewichtigen in Deutschland eine Fettleber. Auch die Hälfte aller Diabetiker sei davon betroffen.

Und das gilt auch für Kinder, wie Prof. Ulrich Baumann, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin von der Medizinischen Hochschule Hannover warnt: "Es gibt dringenden Handlungsbedarf. Die Zahlen sind alarmierend. Immer mehr Kinder sind zu dick und leiden unter einer chronischen Lebererkrankung wie beispielsweise der nicht-alkoholischen Fettleber."

Ein Report der Gesellschaft der Europäischen Gastroenterologen aus dem Jahr 2016 belegt: Jedes zehnte Kind in Europa, dass von einem Arzt behandelt wird, hat eine nicht-alkoholische Fettleber.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Leberstiftung, Professor Dr. Michael P. Manns betont: "Bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen sollte der behandelnde Arzt immer auch eine Fettlebererkrankung abklären. Eine einfache Ultraschalluntersuchung kann bereits Leberveränderungen sichtbar machen". Darüber hinaus wiesen auch erhöhte Leberwerte (GPT, GOT und GGT) auf eine Lebererkrankung hin, ergänzt Mann. Eine rechtzeitige Diagnose sei wichtig. Nur so könne man es erreichen, dass sich durch eine Ernährungsumstellung und Sport die Fettablagerungen in der Leber wieder zurückbildeten.

Fettleibigen Jugendlichen droht Arterienverkalkung

Die Deutsche Röntgengesellschaft hält bei stark übergewichtigen Kindern eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader für sinnvoll. Bei Fettleibigkeit bestehe schon in jungen Jahren das Risiko, dass die Arterie verkalkt. Mit einem Ultraschall können Ärzte feststellen, wie dick die Wand der Halsschlagader ist und ob sich das Gefäß verändert hat. Im Erwachsenenalter ist eine verkalkte Arterie die häufigste Ursache von Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Teufelskreis lässt sich aufhalten

Risikofaktoren, die zum Verkalken der Arterien führen, sind Bluthochdruck, ein gestörter Fettstoffwechsel oder erhöhte Blutzuckerwerte. Sind Kinder stark übergewichtig, können sie diese Risikofaktoren schon früh entwickeln. Bluthochdruck haben nach Schätzungen Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte sind bereits vier Prozent der Vorschulkinder und sogar zehn Prozent der Schüler. Die gute Nachricht: Der Teufelskreis lässt sich in diesem Fall aufhalten, denn Erfolge beim Abnehmen spiegelten sich auch in der Gefäßwand wider, so die Röntgengesellschaft.

Eltern sollten daher auf eine gesunde Ernährung achten, ihr Kind mehr Wege mit dem Fahrrad erledigen lassen und es zu regelmäßigem Sport motivieren.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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