Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit >

Leukämie: Emily Whitehead mit HI-Viren behandelt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Schicksal  

Leukämie: Emily (7) erfolgreich mit HI-Viren behandelt

12.12.2012, 14:43 Uhr | AFP

Leukämie: Emily Whitehead mit HI-Viren behandelt. Bilder von der Webseite von Emily Whitehead (7), die mit einer neuartigen Therapie die Leukämie bezwingen konnte. (Quelle: AFP)

Bilder von der Webseite von Emily Whitehead (7), die mit einer neuartigen Therapie die Leukämie bezwingen konnte. (Quelle: AFP)

In den USA haben Ärzte nach eigenen Angaben einem Mädchen mit Leukämie durch eine neuartige Therapie das Leben gerettet - und zwar mit gentechnisch veränderten HI-Viren. Die siebenjährige Emily Whitehead habe keine Spuren von Krebs mehr, sagte ein Sprecher des behandelnden Kinderkrankenhauses in Philadelphia.

Das Mädchen hatte seit zwei Jahren eine akute Lymphatische Leukämie, eine äußerst schwere Form von Blutkrebs. Während die neue Therapie bei Emily anschlug, erlitt ein anderes Kind, das auf diese Weise behandelt wurde, allerdings einen Rückfall.

Leukämietherapie mit HI-Viren

Nach zwei erfolglosen Chemotherapien bei Emily griffen die Ärzte im April zu der neuen Methode, die zuvor erst an wenigen Menschen ausprobiert worden war. Bei der Therapie mit dem Namen CTL019 wird eine deaktivierte Form des HI-Virus verwendet, um die T-Zellen des Mädchens im Labor gentechnisch zu verändern und anschließend wieder in den Körper einzusetzen. Die T-Zellen oder T-Lymphozyten, die im Körper der Immunabwehr dienen, wurden so gestärkt, dass sie in der Lage waren, die aggressive Leukämie zu bekämpfen.

"Es ist unmöglich, HIV zu bekommen"

"Damit die T-Zellen den Krebs angreifen, müssen wir ein neues Gen hinzufügen", erklärte Stephan Grupp, Experte für pädiatrische Onkolgie und behandelnder Arzt, der Nachrichtenagentur AFP. "Dieses Gen ermöglicht es den T-Zellen, ein Protein zu produzieren, das sie dazu bewegt, den Krebs zu bekämpfen. Damit dieses neue Gen in die T-Zellen eindringt, benutzen wir ein auf der Basis von HIV entwickeltes Virus." Dabei würden aber alle Elemente, die eine Krankheit auslösen können, entfernt. "Es ist unmöglich, HIV oder eine andere Infektion zu bekommen", so Grupp.

Trotz Risiken ist Emily inzwischen frei von Krebszellen

Allerdings zeigte sich, wie riskant die Behandlung ist: Durch die Einpflanzung der veränderten Zellen erhöhte sich die Konzentration eines Proteins stark. Dadurch wurde Emily schwer krank und musste auf der Intensivstation behandelt werden. Ein Medikament, das die Produktion des Proteins stoppte, half dem Mädchen. Inzwischen ist Emily den Ärzten zufolge frei von Krebszellen. Bei der wiederholten Untersuchung des Knochenmarks sei "keine Spur der Krankheit" entdeckt worden. Die T-Zellen, die gegen den Krebs kämpfen, seien weiterhin im Körper des Mädchens. Dadurch soll ein Rückfall verhindert werden.

Vollständige Heilung bleibt vorerst offen

Emily ist wieder zuhause, kann zur Schule gehen und Fußball spielen. Ein anderes Kind, bei dem die Behandlung ebenfalls angewendet wurde, erlitt dagegen nach Angaben des Krankenhauses einen Rückfall. Emilys Arzt äußerte sich vorsichtig über den Zustand seiner jungen Patientin. Zwar hätten auch genaueste Untersuchungen keine Spur von Leukämie mehr gezeigt, sagte Grupp dem Sender ABC. Aber erst in einigen Jahren könne die Frage gestellt werden, ob das Kind geheilt ist oder nicht.

Mögliche Alternative zur Knochenmarktransplantation

Die beiden Kinder sowie zehn Erwachsene sind die einzigen, die bisher mit dieser Therapie behandelt wurden. Insgesamt reagierten neun der zwölf Patienten positiv auf die Behandlung. Grupp sagte auf der Webseite des Krankenhauses, die T-Zellen-Therapie könne in der Krebsmedizin vielleicht die kostspieligere und unangenehme Knochenmarktransplantation ersetzen.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Warme Strickmode für die kalte Jahreszeit
jetzt bei BONITA shoppen
Shopping
19% MWSt geschenkt! Ihr Lieblingsmöbel entdecken
und sparen bei xxxlshop.de
Shopping
300 Minuten und 100 SMS in alle dt. Netze und 1000 MB
zu congstar.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017