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ADHS-Therapie: Medikamente alleine reichen nicht

29.01.2013, 15:33 Uhr | Julia Kirchner, dpa, dpa

ADHS-Therapie: Medikamente allein reichen nicht. Diagnose ADHS - helfen wirklich nur Psychopharmaka? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Diagnose ADHS - helfen wirklich nur Psychopharmaka? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Ihr Kind hat ADHS" - eine Diagnose, die Eltern verunsichert, zumal die Behandlung mit Medikamenten wie Ritalin kontrovers diskutiert wird. Laut dem Arztreport 2013 der Krankenkasse Barmer GEK stellen Ärzte bei immer mehr Kindern eine Aufmerksamkeitsdefizit- oder Hyperaktivitätsstörung fest. Wie ADHS bei ihrem Kind behandelt wird, sollten Eltern immer eng mit dem Arzt abstimmen. Nicht immer sind Medikamente die erste Wahl.

Eltern dürften nicht das Gefühl haben, die Entscheidung über die Behandlung werde über ihren Kopf hinweg getroffen, sagte Kinder- und Jugendarzt Klaus Skrodzki im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Ein Medikament, etwa das Mittel Methylphenidat, das als Ritalin besser bekannt ist, sei am besten nur ein Baustein in der ADHS-Therapie. "Es sollte eingebettet sein in ein Programm mit Verhaltenstherapie für die Kinder und Anleitung für die Eltern", betonte Skrodzki.

Medikamente gegen ADHS sollen keine Dauerlösung sein

Um für das Kind die richtige Medikamentendosis zu finden, sei es sehr wichtig, dass Eltern und Arzt eng zusammenarbeiteten. "Am Anfang kann es sinnvoll sein, einmal die Woche Rückmeldung zu geben", sagte Skrodzki, der auch stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft ADHS der Kinder- und Jugendärzte ist. Eltern sollten darüber Tagebuch führen, wie der Sohn oder die Tochter auf das Medikament reagieren. Schulkinder und Jugendliche sollten in die Behandlung einbezogen werden. Der Arzt betont: "Es muss immer wieder kontrolliert werden: Braucht das Kind es noch oder geht es vielleicht ohne?"

Was Eltern den Alltag mit einem ADHS-Kind erleichtert

Ein guter Arzt kläre Mutter und Vater nach der Diagnose ADHS darüber auf, was sie selbst tun können: So kann es zum Beispiel wichtig sein, eine Tagesstruktur zu erarbeiten. Darin können Eltern festlegen, wie viel Zeit für Aufstehen, Anziehen und Frühstück eingeplant werden muss. Außerdem sollte das Kind im Tagesverlauf genug Pausen machen dürfen. "Und die Eltern müssen ein Verständnis für die Krankheit entwickeln", sagte Skrodzki. Dazu gehöre etwa, geduldig zu sein, wenn der Nachwuchs für manche Dinge länger brauche als andere Kinder.

Im Zweifel eine zweite Meinung einholen

Haben Eltern den Eindruck, dass der Arzt bei der Diagnose nicht sorgfältig genug vorgegangen ist oder sich nicht genug Zeit für Fragen nimmt, sollten sie sich eine zweite Meinung einholen. Weiterhelfen könne ihnen auch der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe, um mit anderen Eltern zu sprechen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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