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Windpocken: Ansteckung, Inkubationszeit, Übertragung

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Windpocken  

Varizella-Zoster-Virus: Ansteckung, Inkubationszeit, Übertragung

06.10.2017, 11:48 Uhr | me (CF)

Windpocken: Ansteckung, Inkubationszeit, Übertragung. Junge mit Windpocken (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die meisten infizieren sich im Vorschulalter mit Windpocken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Windpocken sind eine hochansteckende Krankheit. Der Name kommt daher, dass sie zu den sogenannten "fliegenden Infektionen" gehört und über Luft übertragen werden kann. Lesen Sie hier einige nützliche Hinweise zur Inkubationszeit, Ansteckung und Übertragung der Kinderkrankheit.

Inkubationszeit beträgt rund zwei Wochen

Windpocken werden vom hochansteckenden Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Haben Sie sich mit dem Virus infiziert, beträgt die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und den ersten Symptomen, zwischen 8 und 28 Tagen. In den meisten Fällen treten die ersten Symptome aber nach einer Inkubationszeit von 14 bis 16 Tagen auf, also etwa zwei Wochen nach Ansteckung. Dann kommt es zu den ersten erkältungsähnlichen Beschwerden sowie zu dem für Windpocken charakteristischen Hautausschlag.

Nachdem die Windpocken überstanden sind, bleibt der Virus in der Regel noch im Körper und kann unter Umständen noch Jahrzehnte später in Form einer Gürtelrose ausbrechen. Der Varizella-Zoster-Virus ist nämlich sowohl für Windpocken als auch für Gürtelrose verantwortlich.

Ansteckung über Tröpfcheninfektion

In der Regel erfolgt eine Ansteckung mit Windpocken durch den direkten Kontakt zu erkrankten Menschen. Die Übertragung geschieht dabei über Tröpfcheninfektion, wobei virushaltige Tröpfchen, die beim Atmen oder Husten ausgestoßen werden, die Krankheit verbreiten. Auf dem Luftweg kann der Virus mehrere Meter weit übertragen werden und führt dabei so gut wie immer zu einer Ansteckung. Es reicht, bereits eine Stunde im gleichen Zimmer mit einer infizierten Person zu verbringen.

Da Windpockenviren äußerst lange in der Luft überleben können, ist die Ansteckungsgefahr enorm hoch. "Das Virus kommt endemisch in der Bevölkerung vor und wird vor allem während saisonaler Häufungen – in gemäßigten Breitengraden im Winter und Frühjahr – übertragen", fasst das Robert-Koch-Institut (RKI) in einem Bericht zusammen. Sie können sich theoretisch überall mit dem Virus infizieren – besondere Gefahr besteht in der Schule und im Krankenhaus sowie an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Möglich: Schmierinfektion und Übertragung bei der Geburt

Eine weitere Übertragungsmöglichkeit der Viruserkrankung ist die sogenannte Schmierinfektion. Hier geschieht die Ansteckung über direkten Kontakt mit der virushaltigen Flüssigkeit im Inneren der Hautbläschen. Auch die Krusten sind bereits hoch ansteckend.

Möglich – aber selten – ist eine sogenannte diaplazentare Übertragung der Windpocken. Dabei handelt es sich um die Übertragung der Windpockenviren von der Mutter zum ungeborenen Kind. "Eine diaplazentare Übertragung ist selten, kann aber in etwa ein bis zwei Prozent der Varizellenerkrankungen bei Schwangeren zum fetalen Varizellensyndrom führen, sofern die Erkrankung zwischen der 5. und 24. Schwangerschaftswoche aufgetreten ist", so das RKI weiter in seinem Bericht.

Windpocken: Mehrere Tage lang ansteckend

Haben sich Personen mit Windpocken infiziert, können die Betroffenen laut dem RKI bereits ein bis zwei Tage vor dem Ende der Inkubationszeit beziehungsweise vor Ausbruch des ersten Hautausschlags ansteckend sein. Die Ansteckungsgefahr besteht im Normalfall aber von 7 bis 10 Tage nach Bildung der ersten Hautbläschen und etwa 5 bis 7 Tage nach der letzten Hautveränderung.

Therapie gegen das Windpockenvirus

Die Virusinfektion heilt in der Regel nach einigen Wochen folgenlos aus. Inzwischen ist es möglich, sich gegen Windpocken impfen zu lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt eine Schutzimpfung für Kleinkinder im Alter einem Jahr.

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