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Mumps bei Kindern: Verlauf und Komplikationen

21.05.2013, 13:46 Uhr | fk (CF)

Auch wenn sich Erwachsene mit der vermeintlichen Kinderkrankheit anstecken können, tritt Mumps bei Kindern deutlich häufiger auf. Während die meisten Infektionen nach einem ähnlichen Muster verlaufen, treten bei einigen jungen Patienten Komplikationen auf.

Mumps bei Kindern: In der Regel harmlos

Weil die Wahrscheinlichkeit, an Mumps zu erkranken, zwischen dem fünften und neunten Lebensjahr am höchsten ist, gilt der sogenannte Ziegenpeter gemeinhin als Kinderkrankheit. Jungen erkranken häufiger als Mädchen. Da es bisher keine bundesweite Meldepflicht gibt, verbreitet sich Mumps bei Kindern häufig im Kindergarten oder in der Schule.

Mumps kann bei Kindern in wenigen Fällen die Ursache von späteren Hörschäden sein. Häufiger jedoch nimmt die Krankheit einen guten Verlauf ohne Komplikationen, wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) berichtet. (Mumps: Behandlung der Kinderkrankheit)

Der typische Verlauf von Mumps

Mumps ähnelt im Anfangsstadium einer typischen Erkältung: Die meisten jungen Patienten fühlen sich am ersten und zweiten Tag schlapp, müde und appetitlos. Mumps bei Kindern löst ebenso wie bei Erwachsenen häufig Kopf- oder Gliederschmerzen sowie Schluckbeschwerden aus.

Im weiteren Verlauf, nach etwa zwei bis drei Tagen, tritt dann Fieber auf. Die am Kieferwinkel liegenden Ohrspeicheldrüsen, die im medizinischen Fachjargon Glandula Parotitis genannt werden, werden von dem Mumpsvirus infiziert und entzünden sich. Äußerlich schwellen daher Wangen und der Hals an. Mögliche Komplikationen dieser Schwellung sind Ohrenschmerzen, wenn der Gehörgang zu stark eingedrückt wird. In 20 Prozent der Fälle vergrößert sich zuerst eine Wange, dann die andere. Empfinden Kinder Schmerzen, wenn sie den Kopf bewegen oder versuchen zu kauen, sind vermutlich ebenso andere Speicheldrüsen und die örtlichen Lymphknoten entzündet und geschwollen. Nach etwa sieben Tagen nehmen die Symptome bei einem typischen Verlauf ab. Bis der Patient nicht mehr ansteckend ist, kann eine weitere Woche vergehen. (Mumps: Inkubationszeit und Ansteckung)

Schwere Komplikationen

Nicht immer verlaufen Infektionskrankheiten wie Mumps bei Kindern in einer ähnlichen Weise. Die häufigsten Komplikationen sind Hirnhautentzündungen, auch Meningitis genannt. Leidet das Kind unter lang anhaltenden starken Kopfschmerzen, erhöhter Temperatur und einem steifen Hals, sollte es unbedingt von einem Arzt näher untersucht werden. Keine Sorge: Meist verheilen Mumps bei Kindern und die dadurch ausgelöste Hirnhautentzündung aber ohne weitere Komplikationen. Häufig wird diese gar nicht erst bemerkt: 70 Prozent der Begleitmeningitis verläuft laut BVKJ blande, also nicht entzündlich. Nur vereinzelt kommt es zu einer Schädigung des Zentralen Nervensystems und in der Folge zu Gesichtslähmungen.

Die unter erwachsenen Männern oder pubertierenden Jungen verbreitete Folgeerkrankung einer Hodenentzündung, die zu einer Verminderung der Fruchtbarkeit oder Sterilität führen kann, ist bei Kindern nicht zu erwarten. Nur bei etwa vier Prozent der Patienten treten laut der World-Health-Organisation (WHO) Komplikationen mit der Bauchspeicheldrüse auf. Rund ein Drittel der mit Mumps infizierten Personen zeigt übrigens gar keine Symptome. (Mumps bei Erwachsenen: Impfung kann vorbeugen)

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