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Masern: Daniel Bahr fordert Impfpflicht für Kinder in Deutschland

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Masern  

Daniel Bahr droht wegen hoher Zahl von Maserninfektionen mit Impfpflicht

03.07.2013, 16:44 Uhr | AFP

Masern: Daniel Bahr fordert Impfpflicht für Kinder in Deutschland. Ein Piks kann Leben retten - trotzdem ist die Impfpflicht umstritten.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Piks kann Leben retten - trotzdem ist die Impfpflicht umstritten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Angesichts der dramatisch hohen Zahl von Masernerkrankungen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) eine mögliche Impfpflicht für Kinder ins Gespräch gebracht. "Es ist verantwortungslos, wenn Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen", sagte Bahr der "Bild"-Zeitung. Im ersten Halbjahr 2013 gab es bundesweit bereits mehr als 900 Masernfälle - 2012 waren es zwar insgesamt nur 166 Erkrankungen, 2011 waren es aber 1608 Fälle.

Bahr verwies darauf, dass die Masern in Skandinavien und in den USA de facto ausgerottet seien, "aber bei uns ist die Impfrate nicht hoch genug". "Bleibt das so, wird die Diskussion über eine Impf-Pflicht kommen", betonte er.

Zwei Mal impfen ergibt lebenslangen Schutz

In Deutschland gibt es immer noch große Impflücken beim Schutz gegen Masern, vor allem im Südwesten Deutschlands, in Bayern, und auch in Berlin. Einen lebenslangen Masernschutz hat nur, wer in der Kindheit zwei Mal geimpft wurde. Besonders problematisch ist die Situation nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Ständige Impfkommission rät daher seit einiger Zeit auch all jenen, die nach 1970 geboren sind, generell zur Masernimpfung, sofern sie nur einmal oder gar nicht geimpft sind oder der Impfstatus unklar ist.

Impfraten in Deutschland nicht hoch genug

Ursprünglich hatte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ziel gesetzt, die Masern bis 2010 in Europa zu eliminieren. In vielen Ländern, darunter auch in Deutschland, sind die Impfraten bislang allerdings nicht hoch genug, um die Masern auszurotten. Neues Ziel ist jetzt 2015.

Masern können tödlich enden

Masern können schwere Komplikationen auslösen und für die Betroffenen sogar lebensgefährlich sein. Es kann zu Gehirnentzündungen, Hirnhaut- oder Lungenentzündungen kommen. In Deutschland kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu örtlichen Ausbrüchen mit teils mehreren hundert Erkrankten und auch Todesfällen. Im Durchschnitt verläuft eine von 1000 Erkrankungen durch das Virus tödlich.

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