Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit >

Greenpeace findet giftige Chemikalien in teurer Kinderkleidung

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Vuitton, Versace, Armani und Co.  

Teuer ist nicht sauber: Greenpeace findet große Mengen gefährlicher Chemikalien

18.02.2014, 13:39 Uhr | t-online.de

Greenpeace findet giftige Chemikalien in teurer Kinderkleidung. Auch die teuren Designer-Klamotten für Kinder sind nicht frei von riskanten Chemikalien. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auch die teuren Designer-Klamotten für Kinder sind nicht frei von riskanten Chemikalien. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Anfang des Jahres sorgte eine Untersuchung von Kinderkleidung durch Greenpeace für Schlagzeilen: Bei allen getesteten Kleidungsstücken von internationalen Modefirmen wie Nike, Adidas oder Primark fanden die Umweltschützer Stoffe wie Weichmacher und andere Chemikalien. Nun hat Greenpeace sich speziell Kinder-Luxusklamotten gewidmet - mit dem ernüchternden Ergebnis: Teuer ist längst nicht sauber.

Auch die Kinderkleidung internationaler Luxusmarken ist mit gefährlichen Chemikalien belastet. Greenpeace hat 23 Kleidungsstücke und vier Paar Schuhe der Marken Dior, Dolce & Gabbana, Giorgio Armani, Hermès, Louis Vuitton, Marc Jacobs, Trussardi und Versace getestet. Bei allen Marken außer Trussardi fanden die Umweltschützer Chemikalien, die teilweise hormonell wirksam oder krebserregend sind. Gleichzeitig kontaminieren sie Flüsse und Trinkwasser vor allem in den Produktionsländern.

Auch Luxusmarken stehen in der Verantwortung

"Luxusmode mag exklusiv sein - sauber ist sie deswegen nicht", sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. Der Säuglingsschuh von Hermès sei genauso mit gefährlichen Chemikalien belastet wie das Kinder-Shirt von Dior oder die Jacke von Versace. "Wir fordern auch die Luxusmarken auf, saubere Kleidung herzustellen und Kinder und Umwelt zu schützen."

UMFRAGE - KINDERKLEIDUNG
Teure Markenklamotten oder gezielt ökologische Mode: Was würden Sie Ihrem Kind kaufen?

Umwelt- und gesundheitsschädliche Stoffe in hohen Mengen

Ein Ballerina-Schuh der Marke Louis Vuitton war am stärksten mit Nonyphenolethoxylaten (NPE) verunreinigt (760 Milligramm pro Kilo). Dies überschreitet deutlich den branchenüblichen Vergleichswert. Weitere Kleidungsstücke, wie etwa drei Dior-Oberteile, enthielten hohe NPE-Konzentrationen. NPE baut sich in der Umwelt zu Nonylphenol ab, das hormonell wirksam und besonders schädlich für Wasserorganismen ist.

In einer wasserdichten Kinderjacke von Versace wurde der höchste PFC-Wert (374 Mikrogramm pro Kilo) gemessen. PFC (per- und polyfluorierte Verbindungen) kamen auch in Artikeln von Dior, Armani und Versace vor. Der Ballerina-Schuh von Louis Vuitton ist stark mit nicht-flüchtigen PFC belastet, darunter auch die als krebserregend geltende Perfluoroctansäure (PFOA). Einige PFC können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen führen.

Antimon war in allen getesteten Artikeln mit Polyesteranteilen von Dolce & Gabbana, Giorgio Armani und Versace enthalten. Antimon ähnelt in seiner Wirkung Arsen und ist umwelt- und gesundheitsschädlich. Antimon wird in der Polyesterherstellung als Katalysator benutzt, schon seit einiger Zeit sind dafür Alternativen erhältlich.

"Made in Italy" ist keine Garantie

Sieben der zwölf mit NPE kontaminierten Kleidungsstücke sind laut Etikett "Made in Italy". Die sehr hohen NPE-Werte bei vier Artikeln legen die Vermutung nahe, dass während der Produktion illegale NPE-Mengen eingesetzt wurden. Dies deutet darauf hin, dass diese Kleidung teilweise außerhalb Europas hergestellt wurde. "Das 'Made in Italy'-Etikett garantiert nicht, dass die Kleidung unter den strengeren europäischen Bestimmungen produziert wurde," erklärt Santen.

Die erneute Untersuchung von Kinderkleidung fand im Rahmen der Detox-Kampagne von Greenpeace statt. Mit der Kampagne konnte die Umweltorganisation inzwischen 20 Textilhersteller von Burberry bis H&M überzeugen, sich bis zum Jahr 2020 auf eine Produktion ohne riskante Chemikalien zu verpflichten.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Die neuen Stiefeletten & Boots sind da - jetzt entdecken!
bei BAUR
Shopping
Die neuen Prepaid-Tarife der Telekom entdecken
zur Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017